Ryder Cup: Die Bedenken der Amerikaner - DER SPIEGEL
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Ryder Cup Die Bedenken der Amerikaner

Ob der für Ende September angesetzte Ryder Cup stattfinden soll, ist noch nicht entschieden. Amerikanische und europäische Golfprofis haben dazu unterschiedliche Meinungen.
Dieser Beitrag stammt aus dem SPIEGEL-Archiv. Warum ist das wichtig?

London - Colin Montgomerie, einer der zwölf europäischen Ryder-Cup-Spieler, die vom 28. bis 30. September in der Nähe des englischen Birmingham zum Kontinentalvergleich gegen die USA antreten sollen, hat Bedenken geäußert, falls der Ryder Cup auf Grund der Terroranschläge gegen die USA abgesagt werden sollte. "Falls der Ryder Cup abgesagt oder verlegt würde, hätte man sich dem Terror gebeugt", wird der Schotte von der BBC zitiert.

Ryder-Cup-Generalprobe abgesagt


In den USA ist man diesbezüglich anderer Meinung. "Ich weiß wirklich nicht, ob gespielt werden soll", sagte Tiger Woods. "Ich muss mit PGA-Direktor Tim Finchem sprechen, wie es in den nächsten Wochen weitergehen soll. Dies ist für alle eine schwierige Situation." Woods befand sich zum Zeitpunkt der Attentate wie die meisten Ryder-Cup-Spieler in St. Louis, Missouri, wo in dieser Woche die inoffizielle Ryder-Cup-Generalprobe, die American Express Championship, stattfinden sollte. Das Turnier wurde zunächst um einen Tag verschoben und am Mittwochabend dann endgültig abgesagt.

David Duval, Sieger der diesjährigen British Open, ging sogar einen Schritt weiter als Woods. "Selbst wenn der Ryder Cup stattfinden sollte, weiß ich nicht, ob ich fahren werde", sagte Duval. "Allein das Reisen macht mir Angst." Teamkollege Jim Furyk fügte hinzu: "Nach der Tragödie vom Dienstag wird einem klar, dass es viel wichtigere Dinge gibt im Leben. Als Spieler möchte ich natürlich lieber etwas abwarten und dann entscheiden."

Die Welt zusammenrücken lassen


Auch Montgomerie möchte, dass nicht voreilig entschieden wird. "Wir haben noch fast zwei Wochen Zeit, um die richtige Entscheidung zu finden. Wenn gespielt wird, könnte man auch zeigen, was der Ryder Cup ursprünglich einmal war: Eine Sportveranstaltung, die die Welt zusammenrücken lässt." Und der englischen Ryder-Cup-Spieler Lee Westwood ergänzte: "Ich persönlich glaube, dass nach einigen Wochen, wenn die Menschen Zeit zum Trauern und Nachdenken hatte, das Leben irgendwann weiter gehen muss."