Ryder Cup: Europas Golfer dicht am Titel - DER SPIEGEL
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Ryder Cup Europas Golfer dicht am Titel

Die europäischen Golfer haben beim Ryder Cup in Irland am zweiten Tag ihre Führung ausgebaut. Der Mannschaft fehlen nur noch vier Zähler, um die Titelverteidigung perfekt zu machen. Beim US-Team konnte Tiger Woods erneut nicht überzeugen.
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Straffan - Einen Tag nach der 5:3- Auftaktführung im "The K Club" bei Dublin baute das Team Europa nach den acht Vierer-Wettbewerben heute den Vorsprung auf 10:6 aus. Damit benötigt die Mannschaft von Kapitän Ian Woosnam (Wales) morgen in den abschließenden zwölf Einzeln nur noch vier Zähler. Die US-Amerikaner müssen dagegen auf 14,5 Punkte kommen, um den begehrten Cup mit über den Atlantik nehmen zu dürfen. Vor zwei Jahren in Oakland Hills, Michigan, hatte Europa unter seinem deutschen Kapitän Bernhard Langer mit 18,5:9,5 einen Rekordsieg erzielt.

Die Begegnungen am Samstagvormittag liefen teilweise im strömenden Regen ab. Während bei den Europäern die Routiniers glänzten, versagten im US-Team den Topstars die Nerven. So kassierte Tiger Woods mit seinem Partner Jim Furyk mit einem 3 und 2 gegen die Wildcard-Spieler Darren Clarke und Lee Westwood (Nordirland/England) beim dritten Auftritt die zweite Niederlage. Woods setzte damit die Serie seiner schwachen Auftritte im Ryder Cup fort. Er war mit nur sieben Siegen aus 20 Partien angereist. Am Nachmittag jedoch konnten Woods/Furyk mit einem 3 und 2 gegen die Iren Paul McGinley und Padraig Harrington ihre Bilanz zumindest ausgleichen.

Noch klarer als Woods blieb der zweimalige US-Masters-Champion Phil Mickelson mit nur einem halben Punkt aus vier Partien hinter den Erwartungen zurück. Gemeinsam mit Chris DiMarco verlor er zunächst gegen die starken Spanier Jose Maria Olazabal und Sergio Garcia 3 und 2 und war dann mit David Toms auch gegen den Engländer Luke Donald und Garcia (2 und 1) chancenlos.

Einzig die beiden US-Neulinge J.J. Henry und Zach Johnson hinterließen einen starken Eindruck. Henry trotzte mit Stewart Cink der Paarung Paul Casey/Robert Karlsson (England/Schweden) wie am Vortag ein Remis ab, Johnson setzte sich mit Scott Verplank gegen Harrington und den Schweden Henrik Stenson mit 2 und 1 durch. Zach Johnson verlor aber mit Stewart Cink am Nachmittag gegen die Engländer David Howell und Paul Casey mit 5 und 4. Dabei gelang Casey der Schlag des Tages. Mit einem Eisen 4 schlug der 29-Jährige am knapp 195 Meter langen Loch 14 ein Ass und beendete damit gleichzeitig das Match. Es war das fünfte Ass in der Geschichte des Ryder Cups, alle von Europäern erzielt.

pav/sid

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