Ryder Cup Golfprofis drängen auf Verlegung
London - "Wir hätten diesen Sonntag nach England fliegen sollen, und ich denke, nach einer solchen Tragödie ist das einfach viel zu früh", sagte der British Open-Sieger von 1989 Mark Calcavecchia dem "Daily Express". "Wir sind alle völlig erschüttert über das, was geschehen ist, so viele unschuldige Tote", berichtete der US-Amerikaner. "Es war geplant, dass wir vor dem Abflug nach England ein Abendessen mit dem Präsidenten im Weißen Haus haben. Das wird jetzt nicht passieren."
Auch Stewart Cink, der in The Belfry sein Ryder-Cup-Debüt geben sollte, ist derzeit mit seinem Gedanken nicht beim Golfen. "Ich bin verheiratet und habe zwei Söhne, da werde ich als Vater und Ehemann gebraucht, da will ich nicht sagen: Ich muss jetzt zum Ryder Cup." Auch Calcavecchia fügte hinzu: "Ich denke, der Ryder Cup wird in den nächsten Monaten kein Thema sein."
Solidarität der europäischen Spieler
Das US Team übte gerade in St. Louis, Missouri, als es die Nachrichten von den Anschlägen hörte. In St. Louis sollte am Donnerstag die American Express Championship stattfinden, zu denen fast alle Ryder-Cup-Spieler antreten sollten. Padraig Harrington, ein Mitglied des europäischen Teams, signalisierte Solidarität: "Ich werde alles akzeptieren, was nun gefordert wird. Es gibt keinen Zweifel, dass die Amerikaner zutiefst betroffen sind von den Ereignissen."
Ebenfalls tief bewegt äußerte sich Langer, der seit Jahren mit seiner Familie im US-Bundesstaat Florida lebt: "Man kann nicht den Kopf in den Sand stecken und den ganzen Tag weinen. Aber so fühle ich mich." Die völlige Einstellung des Flugverkehrs in Nordamerika hinderte zudem 21 der 67 teilnehmenden Spieler an der Anreise nach St. Louis.
Die US-PGA hat als erste Maßnahme, die für diese Woche geplanten Turniere, die am Donnerstag beginnen sollten, um einen Tag verschoben. Dennoch muss mit einer kompletten Absage der Veranstaltungen gerechnet werden.