Ryder Cup "Jesse" James bietet Rücktritt an
London/Frankfurt/Main - Im vergangenen Jahr hatte Mark James sein Team noch als Captain in den traditionellen Erdteilkampf gegen die USA geführt. Wegen der herben Kritik an seinem englischen Landsmann Nick Faldo und dem US-Profi Tom Lehmann in seinem Buch über die europäische 13,5:14,5-Niederlage 1999 in Brookline/Massachusetts schaffte sich der 46-jährige James selbst arge Probleme: Um für Ruhe zu sorgen, bot "Jesse" jetzt seinen Rücktritt an.
Der umstrittene James hatte im vergangenen Jahr unter anderem den dreimaligen Masterssieger Faldo und auch Ryder-Cup-Spieler Bernhard Langer in letzter Minute aus dem Team ausgebootet. James schrieb dabei über Faldo, "er wird nie Ryder-Cup-Captain, weil er von seinen Mitspielern weder gemocht noch akzeptiert wird". Den ehemaligen British-Open-Sieger Lehmann bezichtigte er, "unter moralischem Verfall zu leiden", weil er bei dem US-Sieg vor dem Schlusstag das Publikum gegen Europa "aufgewiegelt" hätte.
"Es hängt ganz von Sam Torrance ab, was er möchte und was das Beste für das Team ist", meinte James, der aber nicht ausschloss, wie schon 1994 und 1995 zusammen mit Faldo im Ryder-Cup-Team zu spielen. "Ich scheue mich nicht vor einer verbalen Auseinandersetzung mit jedermann. Dann ist aber alles vergessen. Nick ist ein Spieler, der höchstem Druck standhalten kann. Er ist einer unserer Besten. Ich hoffe, er ist wieder dabei." Weltstar Faldo ist nach jahrelanger Formschwäche in der Weltrangliste auf Platz 179 abgerutscht.