Schach: Elf Züge und Schluss - DER SPIEGEL
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Schach Elf Züge und Schluss

Die siebte Partie der Schach-WM war ein Blitzpartie. Bereits nach elf Zügen einigten sich Titelverteidiger Garri Kasparow und Herausforderer Wladimir Kramnik auf ein Remis. Vermutlich waren beide Spieler noch von den zuvor abgehaltenen Marathonpartien erschöpft.
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London - Bei der "Braingames-Schach-WM"  in London hatten es Titelverteidiger Garri Kasparow und Herausforderer Wladimir Kramnik in der siebten Partie besonders eilig. Bereits nach elf Zügen vereinbarten die russischen Großmeister am Donnerstag ein Remis. Das Spiel wird als eine der kürzesten WM-Partien in die Schach-Geschichte eingehen. Durch die sechste Punkteteilung verteidigte Kramnik seine 4:3-Führung in der Gesamtwertung. Das Duell ist auf 16 Partien angesetzt.

Kasparow wählte als Weißer die Englische Eröffnung und zog den c-Bauern. Der Herausforderer hatte mit diesem Auftakt, den er sehr gut kennt, keinerlei Probleme. Für die ersten zehn Züge benötigte Kramnik lediglich fünf Minuten Bedenkzeit. Der Profi-Champion dachte hingegen mehr als eine halbe Stunde nach, fand aber keinen erfolgversprechenden Weg. Nach einem Springerzug bot Kasparow das Remis an, Kramnik willigte sofort ein.

Beobachter vor Ort gehen davon aus, dass sich die beiden weltbesten Spieler von den Mammutpartien in den Runden zuvor etwas erholen wollten. Die Partien Nummer vier und sechs gingen über 74 und 66 Züge und dauerten mehr als sechs Stunden. Der Weltranglisten-Erste Kasparow verhinderte zwei Mal mit großer Mühe eine Niederlage.

"Kasparow hält seine Eröffnungs-Bomben für die zweite Match-Hälfte zurück", vermutete der russische Großmeister Sergej Schipow. Er kommentiert das Zwei-Millionen-Dollar-Duell im Internet auf der Homepage  von Kasparow. Die Profi-WM wird auf verschiedenen Webseiten live im Internet übertragen.