Schach: Kasparow schlägt Karpow im Jubiläumsduell - DER SPIEGEL
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Schach Kasparow schlägt Karpow im Jubiläumsduell

Garri Kasparow hat sich in einer Neuauflage ihres ersten WM-Duells vor 25 Jahren gegen Anatoli Karpow durchgesetzt. Die beiden ehemaligen Schach-Stars absolvierten in Valencia vier Schnellpartien sowie ein Blitzspiel über fünf Minuten. An eine Rückkehr in den Profisport denkt der Sieger aber nicht.
Schach-Stars Kasparow (l.), Karpow: Revival-Match in Valencia
Schach-Stars Kasparow (l.), Karpow: Revival-Match in Valencia

Schach-Stars Kasparow (l.), Karpow: Revival-Match in Valencia

Foto: A2609 epa efe Kai Foersterling/ dpa
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Hamburg - Garri Kasparow war beim Revival-Match der ehemaligen Schach-Giganten der Bessere am Brett. Der 48-Jährige besiegte seinen russischen Landsmann Anatoli Karpow in Valencia 9:3, wollte den souveränen Erfolg aber nicht als Rücktritt vom Rücktritt verstanden wissen. "Ich wollte bloß herausfinden, ob ich noch imstande bin, eine anständige Schachpartie zu spielen", sagte Kasparow zu den Gerüchten, er strebe eine Rückkehr ins Profi-Schach an.

Der ehemalige Weltmeister hatte an den ersten Tagen drei von vier Schnellpartien gewonnen und erwies sich auch im abschließenden Fünf-Minuten-Blitzspiel über acht Partien als der Stärkere. Zwar begann Kasparow mit einer Niederlage und einem Remis, fand dann aber seinen Rhythmus. Er gestattete seinem früheren Erzrivalen nur im abschließenden Spiel noch ein Remis. Karpow leistete bis zuletzt heftige Gegenwehr, doch seine Zeitnotschwäche wurde ihm auch diesmal wieder in fast allen Partien zum Verhängnis.

Mit dem Nostalgie-Match würdigten die spanischen Veranstalter den 25. Jahrestag des ersten WM-Duells der beiden Russen 1984 in Moskau. Kasparows Sieg in Valencia beeindruckte die Fachwelt vor allem deshalb, weil er seit viereinhalb Jahren keine Wettkämpfe mehr bestritten hat und inzwischen in der russischen Politik engagiert ist.

Das Duell auf 64 Feldern stieß auf enorme Zuschauerresonanz. Zehn Millionen Menschen verfolgten die Partien live im Internet und ließen den Server des Veranstalters zusammenbrechen. Mehr als 100 Medienvertreter aus vier Kontinenten berichteten aus Valencia.

luk/dpa