Schießen Deutsche treffen einfach nicht
Sydney - Die deutschen Sportschützen bleiben zur Halbzeit der Olympia-Wettbewerbe weiter ohne Medaille. Im Doppel-Trap der Damen belegte Susanne Kiermayer (Kirchberg) den neunten Rang und verpasste damit knapp das Finale. Die beiden Herren Hans-Jürgen Bauer-Neumaier (Saaldorf/20. Platz) und Artur Gevorgian (Bassum/32. Platz) fanden sich in der Disziplin Freie Pistole nur in der zweiten Hälfte der insgesamt 36 Starter ein.
"Ich habe zu schlecht geschossen und mich durch das Klatschen der Zuschauer ablenken lassen", sagte Kiermayer selbstkritisch; bei den Olympischen Spielen in Atlanta hatte sie noch Silber gewonnen. Nach dem ersten Durchgang im Doppel-Trap lag die deutsche Medaillen-Hoffnung noch auf dem vierten Platz, verlor aber in den nächsten zwei Durchgängen immer mehr an Boden und musste sich letztendlich mit dem neunten Platz begnügen. Olympiasiegerin wurde Pia Hansen. Die Schwedin verwies mit 148 Scheiben die italienische Weltmeisterin Deborah Gelisio (144) und die Titelverteidigerin Kimberly Rhode (139) aus den USA auf die Plätze zwei und drei.
Im Schießen mit der Freien Pistole lieferte Artur Gevorgian mit 443 Ringen seine schlechteste Saisonleistung ab und belegte einen enttäuschenden 32. Rang. Der WM-Zweite Bauer-Neumaier schoss gut, aber hatte Pech. Vater und Heimtrainer Konrad Neumaier registrierte bei den 60 Schüssen allein 15-mal die 9,9, die im Vorkampf nur mit neun Punkten gewertet wird. "Hätte nur die Hälfte davon zwei Millimeter weiter innen auf der Scheibe gesessen, wäre ich im Finale gewesen," bemerkte Bauer-Neumaier sichtlich frustriert. Gold ging an den bulgarischen Vorkampfbesten Tanyu Kirijakow mit insgesamt 666,0 Ringen vor dem Weißrussen Igor Basinsky (663,3) und dem Tschechen Martin Tenk (662,5).