Schümann segelt hinterher Oracle vor Moët-Cup-Triumph
San Francisco - Die America's-Cup-Gewinner vom Alinghi-Team kommen vor der Küste von San Francisco nicht richtig in Fahrt. Am dritten Tag des Moët-Cups verlor die Schweizer Mannschaft beide Rennen gegen Oracle BMW Racing. Jochen Schümann kam als Steuermann von "SUI-64" in der "Pro-Driver-Series" zum dritten Mal in Folge nur als Zweiter an.
Nach drei Wettkampftagen liegt Oracle BMW Racing in der "Pro-Driver-Series" mit 3:1 und in der "Owner-Driver-Series" mit 2:0 vorn. Den Amerikanern fehlt in jeder der beiden Serien jeweils nur noch ein Sieg, um sich den Gesamtsieg schon vorzeitig zu sichern. Schon am Donnerstag könnte der Moët-Cup entschieden sein.
Jochen Schümann verdarb sich einen möglichen Erfolg schon am Start. Sein Konkurrent Gavin Brady am Steuer der Oracle-Yacht "USA-76" kam zu Beginn des Rennens schneller in Fahrt. Brady manövrierte den Deutschen schon in der Phase vor dem Start aus. Schümann ging mit einem knappen Rückstand ins Rennen. Bis zur ersten Wendemarke hatte sich der allerdings auf 22 Sekunden vergrößert.
Die Oracle-Crew schaffte es, das Rennen durch ihre Führungsposition zu kontrollieren. Dahinter holte Alinghi zwar immer weiter auf, doch der enge Kurs erlaubte kein Überholmanöver. Am Ende kam Schümann mit seinem Boot 40 Sekunden später ins Ziel als Oracle.
Im ersten Rennen des Tages hatte bereits Oracle-Teamchef Larry Ellison bewiesen, dass sich der eine Monat Training mit seinem Team in der Bucht von San Francisco ausgezahlt hat. Er besiegte Alinghi-Eigner Ernesto Bertarelli am Steuer seines Bootes. Hier deutete sich bereits an, was Schümann auch am Nachmittag widerfahren sollte. Oracle BMW gewann mit knappen Vorsprung das Startduell und im Rückstand liegend ergab sich für Alinghi keine Möglichkeit zum Überholen.