Schwerer Sturz: Droht Marcel Wüst das Karriereende? - DER SPIEGEL
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Schwerer Sturz Droht Marcel Wüst das Karriereende?

Bei einem Kriterium in Südfrankreich ist der deutsche Radsportprofi Marcel Wüst verunglückt. Nach einer Kollision stürzte der 33-Jährige und erlitt schwere Verletzungen.
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Clermond-Ferrand - Nach einem schweren Sturz bei einem Kriterium in Südfrankreich wurde der bewusstlose Marcel Wüst mit Kopf- und schweren Augenverletzungen in ein Krankenhaus in Clermond-Ferrand eingeliefert. "Seine und meine Frau sind bei ihm im Krankenhaus. Er ist außer Lebensgefahr, bei Bewusstsein und ansprechbar. Er konnte heute Morgen mit den beiden schon frühstücken. Die größte Gefahr besteht jetzt darin, dass er an einem Auge Sehkraft verliert", erklärte der in Köln lebende Vater Wüsts auf Anfrage. Die Fortsetzung der Karriere des Sprinters in Diensten des französischen Festina-Teams ist höchst ungewiss.

Wüsts Ehefrau will sich mit Hilfe von Telekom-Teamleiter Rudy Pevenage und dessen Mannschaftsarzt Lothar Heinrich um die Verlegung ihres Mannes in ein deutsches Krankenhaus bemühen. "Sobald er transportfähig ist, wird ein Rettungsflugzeug gechartert und er kommt nach Köln", erklärte Wüsts Vater weiter. Der Tour-Etappensieger, der beim Rennen Kontaktlinsen trägt, sei in der Nacht zu Sonntag an einem Bruch des Jochbeins und des Augenbrauenknochens operiert worden.

Wüst war in Vorbereitung der am 26. August beginnenden Spanien-Rundfahrt, bei der er nach seinem schweren Sturz jetzt nicht starten kann. Nach Angaben der lokalen französischen Zeitung "La Montagne" war Wüst bei etwa Tempo 60 mit dem Franzosen Jean-Michel Thilloy zusammengestoßen und im geschlossenen Feld auf der 19. Runde des Kriteriums gestürzt.