Schwimm-EM: Deutsches Team mit goldenem Start - DER SPIEGEL
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Schwimm-EM Deutsches Team mit goldenem Start

Für die deutschen Schwimmer haben die Kurzbahn-Europameisterschaften in Triest hervorragend begonnen. Brustschwimmerin Janne Schäfer sowie die Lagenstaffel der Männer gewannen jeweils die Titel. Außerdem gab es eine nicht erwartete Bronzemedaille.
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Triest - Die Goldmedaille für Janne Schäfer über 50 Meter Brust kommt für Experten etwas überraschend, nicht aber für die Athletin selber. "Ich wollte diesen Titel unbedingt, und er bedeutet mir wahnsinnig viel. In der letzten Zeit habe ich viel an der Technik gearbeitet, das hat sich jetzt ausgezahlt", sagte Schäfer. Die deutsche Meisterin verwies in 30,62 Sekunden Beata Kaminska (Polen, 30,71) und Jelena Bogomasowa (Russland, 30,88) auf die Plätze zwei und drei.

Den erwarteten Sieg schwammen dagegen die deutschen Herren über 4 mal 50 Meter Lagen heraus. Thomas Rupprath (Hannover), Mark Warnecke (Essen), Johannes Dietrich (Berlin) und Steffen Deibler (Biberach) gewannen in 1:34,83 Minuten und ließen die Ukraine (1:34,91) sowie Großbritannien (1:35,22) hinter sich.

Startschwimmer Rupprath sorgte gleich auf der Rückenlage für die Führung der deutschen Mannschaft. Die gaben seine Teamkollegen bis zum Ende nicht mehr ab. Dabei war Brust-Weltmeister Mark Warnecke nach seinem grippalen Infekt erst am Mittwoch erstmals wieder ins Wasser gesprungen. Schon vor den Titelkämpfen hatte er den Staffel-Triumph als sein großes Ziel ausgegeben. So sagte der 35-Jährige auch seinen Einzel-Start über 50 Meter Brust am Samstag ab, um sich weiter zu schonen.

Paul Biedermann rundete mit seinem dritten Platz über 400 Meter Freistil den starken Auftakt der Deutschen ab. Nebenbei schwamm der nationale Meister aus Halle (Saale) in 3:39,88 Minuten deutschen Rekord. "Heute morgen war ich noch froh, dass ich überhaupt ins Finale gekommen bin. Ich wollte nur unter die ersten Sechs", sagte Biedermann. Der Sieger dieses Rennens, Juri Prilukow (Russland), stellte mit 3:37,81 Minuten einen neuen Europarekord auf.

Auch zwei Weltrekorde gab es am ersten Wettkampftag. Der Österreicher Markus Rogan stellte bei seinem Sieg über 200 Meter Rücken in 1:50,43 Minuten ebenso eine neue Bestleistung auf wie der Ungar Laszlo Cseh in 1:53,46 Minuten über 200 Meter Lagen.