Schwimm-WM Hausding trotz Schmerzen mit Medaillen-Chance
Springer Hausding: Rang fünf im Halbfinale
Foto: David Ebener/ dpaHamburg - Weltmeister Patrick Hausding springt weiter um seine zweite Medaille, Maria Kurjo und Stephan Feck verabschiedeten sich von ihren Titelkämpfen, ohne allzu betrübt zu sein. Nach Rang fünf im Halbfinale durfte sich Kurjo im Finale vom Turm nach 336,55 Punkten und einer weiteren Steigerung über den selben Rang freuen.
"Ich bin rundum zufrieden", erklärte die Berlinerin. Der Sieg ging an die Chinesin Si Yajie. Sie lag knapp vor der viermaligen Olympiasiegerin Chen Ruolin, die zuvor im Synchron-Wettbewerb vom Turm gewonnen hatte. Europameisterin Julia Prokoptschuk aus der Ukraine wurde Dritte.
Hausding war am frühen Morgen dagegen gar nicht zum Lachen zumute. Schon das Heben des linken Arms schmerzte, der Gedanke an eine Absage des Drei-Meter-Wettkampfs geisterte ihm durch den Kopf. "Es war richtig schlimm, aber dadurch, dass ich das ganze Jahr schmerztablettenfrei durch die Saison gegangen bin, haben die sofort angeschlagen", sagte der 24-Jährige, der am Freitag im Finale um eine weitere Medaille kämpft.
Nach 409,40 Zählern am Vormittag steigerte sich der Olympia-Vierte auf 447,75 Punkte und Rang fünf. Stärkster im Halbfinale war der chinesische Olympia-Zweite Qin Kai. Hausding hatte seinen ersten Erfolg bei dieser WM im Turm-Synchronspringengefeiert
Nach dem bemerkenswerten Platz drei im Vorkampf und einer "sauguten Leistung" musste Stephan Feck nach dem Halbfinale und Rang 18 die Wettkampfsachen packen. "Ich denke, ich habe trotzdem viel gelernt und mich ganz gut präsentiert nach dem Olympia-Debakel", sagte der Leipziger über den insgesamt guten Auftritt in Spanien.
Ihren insgesamt 14. WM-Titel gewann Synchronschwimmerin Swetlana Romaschina aus Russland. Einen Tag nach dem Sieg im Solo holte sie sich im Duett in der Freien Kür zusammen mit Swetlana Kolesnitschenko die nächste Goldmedaille ab. Rekord-Weltmeisterin ist ihre ehemalige Duettpartnerin Natalia Ischtschenko mit 16 Erfolgen. Das deutsche Duett Inken Jeske und Edith Zeppenfeld hatte das Finale nicht erreicht.