Schwimm-WM Franklin holt sechstes Gold, deutsche Staffel chancenlos
US-Schwimmerin Franklin (l.): Gold in der Staffel
Foto: Adam Pretty/ Getty ImagesHamburg - Die deutschen Schwimmerinnen haben in der Lagen-Staffel über 4x100 Meter bei der WM in Barcelona Platz acht belegt. Das Quartett mit Lisa Graf, Caroline Ruhnau, Alexandra Wenk und Britta Steffen schlug am Sonntag nach 4:01,81 Minuten an und war sogar langsamer als im Vorlauf. Weltmeister wurde Olympiasieger USA. In 3:53,23 Minuten lagen die US-Schwimmerinnen vor Australien und China.
Die 18-jährige Amerikanerin Missy Franklin holte damit zum Abschluss der Titelkämpfe in der Staffel ihren sechsten Titel. Das hatte vor ihr bei einer WM noch keine Schwimmerin geschafft.
Die deutsche Lagen-Staffel über 4x100 Meter der Männer ist auf den fünften Platz geschwommen. In Besetzung von Felix Wolf, Hendrik Feldwehr, Philip Heintz und Steffen Deibler schlug das DSV-Quartett in 3:33,97 Minuten an und hatte am Ende nur 71 Hundertstelsekunden Rückstand auf Bronze. Den WM-Titel sicherte sich Frankreich vor Australien und Japan. Die US-Staffel mit Superstar Ryan Lochte, die als erste angeschlagen hatte, wurde wegen eines Wechselfehlers disqualifiziert.
Freistilschwimmerin Dorothea Brandt hat im Finale über 50 Meter hingegen erwartungsgemäß nicht in den Medaillenkampf eingreifen können. Die 29-Jährige belegte in 24,81 Sekunden den achten Rang. Weltmeisterin wurde die niederländische Olympiasiegerin Ranomi Kromowidjojo (24,05) vor der Australierin Cate Campbell und Francesca Halshall aus Großbritannien.
Der Chinese Sun Yang hat derweil seinen dritten Titel gefeiert. Der 21-Jährige war wie zuvor schon über 400 und 800 Meter auch über 1500 Meter in 14:41,15 Minuten zu schnell für die Konkurrenz. Über Silber durfte sich Ryan Cochrane aus Kanada freuen, über Bronze der Italiener Gregorio Paltrinieri.