Schwimm-WM: Russischer Abend in Budapest - DER SPIEGEL
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Schwimm-WM Russischer Abend in Budapest

Der drittletzte Tag der Schwimm-WM hat keine neuen Weltrekorde gebracht - aber immerhin die erste DSV-Bestmarke. Russland jubelte gleich dreifach über Gold, Julija Jefimowa sammelt weiter Medaillen.
Julija Jefimowa
Julija Jefimowa

Julija Jefimowa

Foto: MARTIN BUREAU/ AFP
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Vor zwei Jahren in Kazan hatte es über die 200 Meter Brust der Frauen ein kurioses Ergebnis gegeben: Gleich drei Athletinnen teilten sich damals die Bronzemedaille. In Budapest standen - ganz klassisch - wieder nur drei Athletinnen auf dem Podium. Gold gewann Julija Jefimowa in 2:19,64 Minuten. Für die Russin war es bereits die elfte WM-Medaille in einer Einzeldisziplin (Brust), damit überflügelte die ehemalige Dopingsünderin Jefimowa wieder die Amerikanerin Katie Ledecky (zehn Freistil-Einzelmedaillen).

Jewgeni Rylow hat seinen eigenen Europarekord über 200 Meter Rücken verbessert. Der 20 Jahre alte Russe benötigte bei seinem Finalsieg in der Duna Aréna 1:53,61 Minuten und blieb damit sechs Zehntelsekunden unter seiner bisherigen Bestmarke vom April 2016. Es war Rylows erster großer Titel. Den dritten russischen Erfolg des Abends feierte Anton Chupkov über die 200 Meter Brust (2:06,96 Minuten).

In einem spannenden Finale über die 100-Meter-Freistil-Strecke hatte zuvor die US-Amerikanerin Simone Manuel sich mit nur vier Hundertstelsekunden Vorsprung gegen den schwedischen Schwimmstar Sarah Sjöström durchgesetzt. Manuel verteidigte damit ihren Olympiasieg von Rio de Janeiro - und schrieb gleichzeitig WM-Geschichte.

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Die deutsche Schmetterling-Schwimmerin Aliena Schmidtke sorgte im Vorlauf und Halbfinale (25,68) über die nicht olympische 50-Meter-Distanz für die ersten beiden deutschen Rekorde und zog mit der sechstbesten Zeit in den Endlauf ein. Für den DSV ist es erst die fünfte Finalteilnahme bei der WM.

Aliena Schmidtke

Aliena Schmidtke

Foto: Jens Büttner/ dpa

Lisa Graf und Damian Wierling haben die Finalläufe dagegen verpasst: Graf belegte im Halbfinale über 200 Meter Rücken am Freitag in 2:09,00 Minuten Rang elf. "Natürlich ist man traurig. Wenn man sich vorgenommen hat, ins Finale zu kommen und es dann nicht schafft, ist es schon schwierig", sagte sie: "Was da vorne im Moment in der Welt los ist, ist Wahnsinn." Wierling wurde über 50 Meter Freistil in 21,93 Sekunden Zwölfter.

chh/dpa/sid