Schwimmen: Bundestrainer Lange vor dem Aus - DER SPIEGEL
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Schwimmen Bundestrainer Lange vor dem Aus

Sein Ende naht: Schwimm-Bundestrainer Dirk Lange und der DSV werden sich in Kürze trennen. Die Gründe sind mangelnder Erfolg und fehlende Rückendeckung. Einen Nachfolger kann der Verband aber nicht präsentieren.
Schwimm-Bundestrainer Lange: Ende wohl noch in dieser Woche
Schwimm-Bundestrainer Lange: Ende wohl noch in dieser Woche

Schwimm-Bundestrainer Lange: Ende wohl noch in dieser Woche

Foto: dapd
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Hamburg - Die Zusammenarbeit zwischen dem Deutschen Schwimm-Verband (DSV) und Bundestrainer Dirk Lange steht kurz vor dem Ende, die offizielle Trennung ist nur noch eine Frage der Zeit. Schon bei den nationalen Kurzbahn-Meisterschaften von Donnerstag bis Sonntag in Wuppertal wird Lange wohl nicht mehr am Beckenrand stehen. "Es finden im Moment Verhandlungen mit der Zielsetzung statt, alle Modalitäten eines Aufhebungsvertrags abzuklären", sagte DSV-Leistungssportdirektor Lutz Buschkow bei einer Pressekonferenz am Donnerstag.

Buschkow wollte allerdings keine Angaben über die Nachfolge von Lange machen. "Wir werden die Stelle nicht sofort neu besetzen. Sobald die Verhandlungen mit Herrn Lange abgeschlossen sind, werden wir uns äußern, wie diese Aufgaben bis zu den Olympischen Spielen im kommenden Jahr in London verteilt werden", so Buschkow weiter.

Derzeit denkt man beim DSV darüber nach, dass unter anderem Diagnostik-Bundestrainer Markus Buck die Aufgaben von Lange bis London übernehmen könnte. Der 30 Jahre alte diplomierte Sportwissenschaftler ist seit dem Vorjahr für den DSV tätig. Wie die Aufgaben in den kommenden acht Monaten verteilt werden, will Buschkow erst nach einer Einigung mit Lange verkünden. Als mögliche Lange-Nachfolger für die Zeit nach den Olympischen Spielen werden Essens Bundesstützpunkttrainer Henning Lambertz und Paul Biedermanns Heimtrainer Frank Embacher gehandelt.

Schon seit Wochen befinden sich der DSV und Bundestrainer Lange in "Abstimmungsgesprächen". Bereits seit geraumer Zeit feilschen Anwälte vor allem um die finanziellen Modalitäten einer Trennung. Zuletzt hatte Lange bei der Verbandsspitze sowie den Trainern und Athleten kaum noch Rückendeckung. Das schwache Abschneiden des DSV und das Theater um die fluchtartige Abreise von Doppel-Olympiasiegerin Britta Steffen bei der WM in Shanghai im Sommer hatten Langes Position ebenfalls geschwächt. Das Verhältnis zwischen Lange und Buschkow gilt bereits seit Langes Amtsantritt vor drei Jahren als angespannt.

sek/dapd/sid/dpa

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