Schwimmen: Van Almsick will das "große Ding" - DER SPIEGEL
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Schwimmen Van Almsick will das "große Ding"

Nach überstandener Verletzung möchte Schwimmstar Franziska van Almsick noch einmal angreifen und es ihren Kritikern zeigen.
Dieser Beitrag stammt aus dem SPIEGEL-Archiv. Warum ist das wichtig?

Hamburg - "Ich möchte das große Ding noch reißen und will nur wieder stolz auf mich sein", erklärte van Almsick in einem Interview der "Bild am Sonntag". Seit Jahren wünsche sie sich "dieses gottverdammte Gefühl" zurück: "Ich schlage an, schaue hoch und die Zeit ist fantastisch."

Nach ihrer dreimonatigen Zwangspause wegen eines Bandscheibenvorfalls will die 23-Jährige bei den deutschen Kurzbahn-Meisterschaften vom 30. November bis 2. Dezember in Rostock ihren ersten Wettkampf bestreiten. Das Fernziel der Weltrekordhalterin über 200 Meter Freistil ist die Schwimm-EM 2002 in van Almsicks Heimatstadt Berlin.

Über die Folgen eines möglicherweise fehlgeschlagenen Comebacks ist sich van Almsick im Klaren. "Wenn ich nicht Erste werde, weiß ich, dass es wieder, sorry, in die Fresse gibt." Unsachliche Kritik werde ihr immer weh tun, gestand die Olympiazweite und mehrfache Weltmeisterin.

"Franzi van Speck" gibt es nicht mehr

Noch heute ärgert sich van Almsick über die bösen Verrisse während der Olympischen Spiele in Sydney vor einem Jahr, als sie der Konkurrenz meilwenweit hinterher geschwommen war. Damals war sie wegen ihres vermeintlichen Übergewichts als "Molch" und "Franzi van Speck" tituliert worden.

Die Freundin von "Handball-Punk" Stefan Kretzschmar, die jüngst durch erotische Bilder Aufmerksamkeit erregte, kann nicht nachvollziehen, wieso sie im Ruf stehe, sich wie eine Diva aufzuführen. "Ich hatte nie Probleme, mich einzuordnen. Vielleicht haben andere Probleme, mich als normale Schwimmerin anzusehen, weil sie denken, dass mir die Millionen an den Hacken kleben. Der Neidfaktor ist eben groß."