Scottish Open Ein Ass von Sven Strüver
Glasgow - Deutschlands Top-Golfer Bernhard Langer ist bei der "Scottish Open" am Samstag wegen starker Rückenschmerzen nicht mehr zur dritten Runde angetreten. "Ich will mich schnellstens auskurieren, um nächste Woche die Teilnahme an der British Open nicht zu gefährden", erklärte der 43-jährige Anhausener. Er hatte sich zur Halbzeit nach 139 (70+69) Schlägen vom 38. auf den 21. Rang verbessern können.
Goosen, das Maß aller Dinge
Der Südafrikaner Retief Goosen, der vor vier Wochen überraschend die US Open gewonnen hatte, behauptete auf dem Par 71-Platz am Ufer des Loch Lomond klar die Führung. Der 32-Jährige rangiert nach 197 (62+69+66) Schlägen weiterhin vor dem Australier Adam Scott mit 200 (65+68+67). An dritter Stelle liegt zusammen mit dem Iren Paul McGinley überraschend John Daly. Beide haben mit elf unter Par durchaus Möglichenkeiten, einen Angriff auf die Spitze zu starten. Der Gewinner der Scottish Open kassiert umgerechnet 1,2 Millionen Mark der insgesamt 7,2 Millionen Mark Preisgelder.
Ass durch Sven Strüver
Auf dem Vormarsch war auch der Hamburger Sven Strüver, der sich nach 208 (73+69+66) Schlägen vom 47. auf den mit sechs Konkurrenten geteilten 15. Rang vorarbeiten konnte. Strüver sorgte auch für das Highlight des Tages, nachdem er am 155 Yard langen Achten Loch ein Ass schlug. Zurückgefallen ist Thomas Gögele (Semlin) nach einer enttäuschenden dritten Runde von 78 Schlägen. Mit 216 (68+70+78) Schlägen rutschte er vom 16. auf den 64. Platz ab. Tour-Neuling Erol Simsek (Syke) konnte sich nach 213 (69+74+70) Schlägen vom 61. auf den 52. Platz verbessern.
Cejka disqualifiziert
Nicht qualifiziert hatte sich Tobias Dier für die letzten 36 Löcher der besten 71 von 156 Teilnehmer. Der Nürnberger verpasste nach 148 (79+69) Schlägen den Halbzeit-Cut gleich um fünf Schläge und schied als 115. vorzeitig aus. Sogar disqualifiziert wurde Alexander Cejka, der mit 67 Schlägen hoffnungsvoll als Fünfter gestartet war. Der Wahl-Münchner hatte nach den enttäuschenden 77 Schlägen der 2. Runde seine Zählkarte ohne Unterschrift abgegeben. Mit 144 Schlägen hätte der dreimalige Tour- Sieger von 1995 den Halbzeit-Cut um einen Schlag verpasst.