Segel-Riss: Aufgabe von Team Germany - DER SPIEGEL
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Segel-Riss Aufgabe von Team Germany

Bislang war der German Sailing Grand Prix in Kiel ein gelungener Test für Team Germany. Doch heute leistete sich der erste deutsche America's-Cup-Teilnehmer einen Patzer. Schlimmer erwischte es ein anderes Team: ein Crewmitglied ging über Bord und verletzte sich schwer.
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Hamburg - Charles Nankin, Mastmann des südafrikanischen Syndikats Shosholoza, ging heute im ersten Rennen des Tages über Bord. Dabei wurde er unglücklich unter den Rumpf der 25-Tonnen-Yacht gedrückt und vom Ruderblatt am Rücken getroffen.

Der 28-Jährige konnte sich zunächst nicht bewegen und wurde in die Kieler Universitätsklinik gebracht. Dort wurde der Bruch eines Lendenwirbels festgestellt, doch insgesamt besserte sich sein Zustand: Nankin kann seine Arme und Beine wieder bewegen.

Im letzten Rennen des dreitägigen Grand Prix lief auch bei Team Germany nicht alles glatt. Im Matchrace gegen BMW Oracle Racing brach zunächst das Vorstag. Anschließend riss das Vorsegel und brachte den Mast aus dem Gleichgeweicht.

"Dabei hatten wir noch Glück, dass der Mast nicht auch gebrochen ist", erklärte Steuermann Jesper Bank. "Materialermüdung war nicht der Grund für den Bruch. Aber nichts bricht einfach so ohne Grund", sagte der Däne, der anscheinend einen Bedienungsfehler seiner Crew vermutet.

Trotz der Aufgabe konnte das 17-köpfige deutsche Team Platz zwei im Gesamtklassement hinter Gesamtsieger BMW Oracle verteidigen, weil Shosholoza zum Zeitpunkt der Aufgabe schon zu weit zurück lag.

"Natürlich hätten wir gern gewonnen. Aber wir haben viel gelernt. Das war unser Hauptziel. Wir haben gezeigt, dass wir enge Matches segeln können", sagte Skipper Bank, der sich auf der Kieler Förde unter ähnlichen Materialvoraussetzungen mit der Konkurrenz messen konnte.

Anders als bei den offiziellen Vorregatten des America's Cups, bei denen BMW-Oracle und Shosholoza mit ihren neuen Yachten antraten, segelten die beiden Syndikate in Kiel mit veralteten Trainingsbooten.

Auch die Yacht GER 72 des Teams Germany ist veraltet. Das neue deutsche Boot GER 89 liegt derzeit in Valencia und soll dort am kommenden Dienstag erstmals zu Wasser gelassen werden.

hut/sid/dpa

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