Segelregatta Minitransat Riechers träumt vom Podium
Segel-Profi Riechers: Von Platz drei auf die zweite Etappe
Foto: Christophe BreschiHamburg - Beinahe wäre das Minitransat für Jörg Riechers schon vorbei gewesen, bevor es richtig losging. Schon beim Start in La Rochelle kollidierte der deutsche Segler mit einem Konkurrenten und hatte ein Loch im Rumpf. "Ich habe mich sehr aufgeregt. Ich hätte ihm was antun können, wenn er nur nahe genug gewesen wäre", so der Mitfavorit auf den Gesamtsieg in seiner ersten Aufwallung. Riechers beruhigte sich jedoch wieder, reparierte den Schaden notdürftig und beendete die erste Etappe nach Madeira als Dritter. Am Donnerstag folgt der zweite und letzte Abschnitt. Über rund 3100 Seemeilen geht es dann über den Atlantik nach Brasilien.
Eine gute Woche hatten Riechers und sein Team nun Zeit, um "mare.de" wieder flott zumachen. Der Schaden wurde behoben, bei der Reparatur aber festgestellt, dass tragende Teile nur knapp verfehlt wurden. Glück für den Deutschen, der noch 2009 wegen Schäden am Kiel bereits auf dem ersten Teilstück aufgeben musste.
Dieses Jahr will Riechers seinen Platz auf dem Podium verteidigen. "Ob ich nun erster, zweiter oder dritter werde, hängt auch von den Wetterbedingungen ab", sagte der 43-Jährige Segelreporter.com .
Nach der Kollision hatte der Deutsche sogar kurzfristig die Führung übernommen, danach aber nicht zu viel riskiert und war schließlich auf Rang drei zurückgefallen. Sein Rückstand auf die führenden Franzosen ist jedoch gering. Er liegt rund eineinhalb Stunden hinter Sébastien Rogues und eine gute Stunde hinter David Raison.
In der Klasse der Serien-Boote hat sich Amateur Björn Freels gut geschlagen. Der 34-Jährige liegt auf dem 33. Platz und damit im anstrebten Bereich. Die Ankunft der ersten Boote wird Ende Oktober erwartet.