Sinneswandel: Armstrong bleibt doch Privatier - DER SPIEGEL
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Sinneswandel Armstrong bleibt doch Privatier

Bei Lance Armstrong weiß man ja nie genau, ob alles nur Show ist. Wie auch immer, derzeit hat der Tour-Seriensieger kein Interesse an einem Comeback. Kürzlich hatte er sich noch ganz anders geäußert.
Dieser Beitrag stammt aus dem SPIEGEL-Archiv. Warum ist das wichtig?

Los Angeles - "Unter keinen Umständen gehe ich noch einmal nach Frankreich. Ich wäre ja verrückt", sagte Armstrong. "Ich weiß sowieso, dass ich bei einer Rückkehr zur Tour keine faire Behandlung erwarten könnte. Weder auf der Straße oder bei den Dopingproben, noch in den Kontroll-Laboren, den Hotels oder bei meinem Essen." Armstrongs Fazit: "Ich bin glücklich damit, wie meine Karriere verlaufen ist. Und ich werde nicht zurückkommen."

Noch vor wenigen Tagen klang das bei dem 33-Jährigen ganz anders. Als Reaktion auf die jüngsten Dopingverdächtigungen gegen ihn hatte Armstrong eine mögliche Rückkehr zur Tour de France selbst ins Gespräch gebracht. "Das wäre die beste Art, es den Franzosen zu zeigen", sagte der US-Amerikaner, der nach dem Ende der diesjährigen Tour seine aktive Laufbahn als beendet erklärt hatte.

Die französische Sportzeitung "L'Equipe" hatte am 24. August enthüllt, dass eingefrorene Urinproben Armstrongs von 1999 bei Tests im vergangenen Jahr Spuren des Blutdopingmittels Epo aufgewiesen hätten. Der siebenmalige Tour-Gewinner, dem bislang kein Doping nachgewiesen werden konnte, bestreitet, jemals unerlaubte Mittel genommen zu haben.