Ski alpin Deutsche Damen im Aufschwung
Copper Mountain - Unbeeindruckt von dichtem Schneetreiben fuhren Monika Bergmann, Martina Ertl und Annemarie Gerg beim ersten Weltcup-Slalom der Saison in Copper Mountain, Colorado auf die Plätze sechs, acht und 14. Für den Deutschen Ski Verband war es das bislang beste Saisonergebnis.
"Darauf lässt sich aufbauen"
"Es geht noch besser, aber darauf lässt sich aufbauen", war Ertl zufrieden. "Ich bin auf dem richtigen Weg." Acht Wochen nach ihrer Knieoperation meldete sich die Kombinations-Weltmeisterin in der Weltspitze zurück. Eine bessere Platzierung verhinderte ein Fehler kurz vor Ende des ersten Laufs: "Ich habe mir den Skistock selbst ans Kinn geschlagen und bin dadurch aus dem Gleichgewicht gekommen."
Noch besser machte es Monika Bergmann. Auf Platz sechs feierte die 23-Jährige aus Lam das beste Weltcup-Resultat ihrer Karriere. In der vergangenen Saison war Bergmann wegen schwacher Leistungen von Cheftrainer Wolfgang Maier schon in den B-Kader zurückgestuft worden.
Französin Pequegnot gewinnt
Strahlende Siegerin in der dünnen Höhenluft der Rocky Mountains - das Ziel liegt auf 3436 Meter Höhe - war Laure Pequegnot. Die Französin feierte in 1:37,64 Minuten den ersten Weltcupsieg ihrer Karriere und strich dafür ein Preisgeld von 63.000 Mark ein. Dahinter belegten die jungen Österreicherinnen Christine Sponring (1:37,81) und Carina Raich (1:38,72) die Plätze zwei und drei.
Dennoch war auch die Freude bei Pequegnot gedämpft. Die Rennen in Copper Mountain standen im Zeichen der Trauer um die tödlich verunglückte Weltmeisterin Régine Cavagnoud, die vor zwei Jahren noch am selben Ort gewonnen hatte. Frankreichs Damen-Team war geschlossen mit schwarzem Trauerflor am Arm gestartet.