Ski alpin: Eberharter ist der "König der Piste" - DER SPIEGEL
Zum Inhalt springen

Ski alpin Eberharter ist der "König der Piste"

Bei den Olympischen Winterspielen gewann Stephan Eberharter Gold, Silber und Bronze. Nun hat der Österreicher auch noch den Gesamtweltcup für sich entschieden.
Dieser Beitrag stammt aus dem SPIEGEL-Archiv. Warum ist das wichtig?

Kvitfjell - Mit einem dritten Platz beim Super-G im norwegischen Kvitfjell holte sich Eberharter zehn Tage nach seinem Olympiasieg im Riesenslalom die nötigen Punkte, um als dritter Österreicher nach Karl Schranz und Hermann Maier die große Kristallkugel des Jahresbesten zu gewinnen.

Schon vor den letzten vier Rennen der Saison beim Weltcupfinale in Altenmarkt und Flachau ist Eberharter mit 1492 Punkten nicht mehr einzuholen. Der 32-Jährige gewann diese Saison bislang neun Weltcuprennen und fuhr insgesamt 15 Mal unter die ersten drei.

"Der Gesamtweltcup ist wie der WM-Titel in der Formel 1. Der Beste eines ganzen Jahres steht oben. Es gibt nichts Größeres", freute sich Eberharter über seinen Triumph. Beim vorletzten Super-G der Saison siegte der Italiener Alessandro Fattori vor dem Schweizer Didier Defago und Eberharter, der vor Olympia schon den Abfahrtsweltcup gewonnen hatte und nun auch noch den Sieg im Super-G anstrebt. Sein einziger Konkurrent, der Schweizer Didier Cuche, hat allerdings schon 94 Punkte Rückstand.

Chance auf vier Kristallkugeln

Sogar im Riesenslalom-Weltcup hat der Doppelweltmeister von 1991 noch eine Chance auf den Gesamtsieg. Vier Kristallkugeln konnten vor Eberharter bislang nur der Franzose Jean-Claude Killy (1967) und Hermann Maier (2000 und 2001) gewinnen.

Der einzige deutsche Starter in Kvitfjell, Max Rauffer, enttäuschte als 41.und verpasste die Qualifikation für das Weltcupfinale. Bei der Abfahrt am Samstag, die der Österreicher Hannes Trinkl gewann, hatte Rauffer noch den zwölften Platz belegt und sein bestes Saisonresultat erreicht.