Ski Alpin Eberle überrascht mit sechstem Platz
Todtnau - Markus Eberle hat beim Weltcup-Slalom in Todtnau eine Sensation verpasst: Nach einem überragenden dritten Platz im ersten Lauf landete der Skirennläufer aus Kleinwalsertal am Ende auf einem ausgezeichneten sechsten Rang - nur 0,44 Sekunden hinter Sieger Rainer Schönfelder aus Österreich. Der erst 22-jährige Schönfelder (1:26,87) errang seinen ersten Weltcup-Triumph vor den Norwegern Kjetil Andre Aamodt (1:26,96) und Ole Christian Furuseth (1:27,00).
"Es hat Spaß gemacht, aber es wird Zeit, dass ich auch mal im zweiten Lauf noch richtig angreife", sagte der 31-jährige Eberle, dessen beste Platzierung ein vierter Rang aus dem vergangenen Winter ist. Als bisher letzter deutscher Slalom-Fahrer hatte Peter Roth 1992 in Kranjska Gora den Sprung auf das Treppchen geschafft.
Einen Tag nach dem enttäuschenden Ausscheiden im Riesenslalom präsentierte sich Eberle, der sich über ein Preisgeld von 4800 Mark freute und zudem eine Prämie vom Deutschen Ski-Verband kassierte, wieder in Topform. "Markus, ich bin begeistert", rief Olympiasieger Markus Wasmeier seinem Namensvetter im Zielraum zu: "Das ist ein Super-Ergebnis, er ist auf einem guten Weg."
Der Achtungserfolg von Eberle, der in dieser Saison mit Platz sieben in Beaver Creek sein Potenzial bereits angedeutet hatte, überstrahlte ein insgesamt dürftiges DSV-Ergebnis. Der zweite DSV-Starter, Alois Vogl aus Lohberg, schaffte im Slalom als 50. nicht die Qualifikation für den zweiten Durchgang.