Ski alpin Gerg und Ertl lassen hoffen
Haus/Flachau/Wengen - Rekonvaleszentin Hilde Gerg (Lenggries) meldete sich bei den Weltcup-Rennen in Haus im Ennstal und Flachau eindrucksvoll in der Weltspitze zurück. Ihre Vereinskollegin Martina Ertl wird trotz ihrer derzeitigen Verletzung zur WM nach St. Anton (28. Januar bis 10. Februar
fahren).
Plätze zehn und elf für Gerg
Unbeeindruckt von einem Sturzfestival auf eisiger Piste fuhr Hilde Gerg bei der Abfahrt in Haus im österreichischen Ennstal zunächst auf den guten elften Platz und steigerte sich viereinhalb Stunden
später im Super-G sogar noch auf Rang zehn. Ein elfter Platz in der Kombination am Sonntag beim Slalom in Flachau rundete das gelungene Comeback ab. Cheftrainer Wolfgang Maier war beeindruckt: "Damit hat
sie den Anschluss an die Weltspitze geschafft."
Insgesamt konnte der Coach nicht zufrieden sein: "Hilde hat das Mannschaftsergebnis verschönert. Das war auf keinen Fall besser als Note drei." Dennoch darf der DSV urplötzlich wieder hoffen. Ertl, die am 30. Dezember einen Innenband-Teilriss im rechten Knie erlitten hatte, wird in der zweiten WM-Woche im Slalom und Riesenslalom starten. "Wenn nichts mehr dazwischen kommt, ist sie mit Sicherheit dabei", meinte Maier.
Achtbar schlug sich am Wochenende auch Sybille Brauner (Aising-Pang) mit Rang 13 in der Abfahrt und Rang 18 im Super-G. Petra Haltmayr (Rettenberg) erwischte dagegen einen rabenschwarzen Tag. Erst stürzte sie in der Abfahrt nach 30 Sekunden, dann fuhr sie im Super-G nach einer Minute an einem Tor vorbei.
Überragende Kostelic
Die großen Siegerinnen des Wochenendes waren Janica Kostelic und Renate Götschl aus Österreich. Im Slalom feierte die 19 Jahre alte Kroatin den sechsten Sieg in Serie vor den zeitgleichen Karin Köllerer (Österreich) und Laure Pequegnot (Frankreich). Dank des Kombinations-Sieges übernahm sie auch die Führung im Gesamt-Weltcup vor Götschl, die in der Abfahrt vor Isolde Kostner (Italien) und Melanie Turgeon aus Kanada gewonnen und im Super-G hinter Regine Cavagnoud (Frankreich) und Turgeon Rang drei belegt hatte.
Österreichs Männer dominieren
Österreichs Männer fuhren beim Slalom in Wengen auf die Plätze eins bis fünf und setzten damit einmal mehr einen Meilenstein im alpinen Ski-Zirkus - einen derartigen Triumph im Slalom hatte es in den 35 Weltcup-Jahren noch nicht gegeben. Der klare Sieger der österreichischen Meisterschaften mit internationaler Beteiligung war Benjamin Raich (1:44,42) vor Rainer Schönfelder (1:45,71), Mario Matt (1:46,07), Florian Seer (1:46,73)
und Kilian Albrecht (1:46,86). Erst danach folgten der Slowene Mitja Kunc und der Schotte Alain Baxter als erste Nicht-Österreicher. Markus Eberle schied im zweiten Durchgang aus.
Max Rauffer musste nach einer Zwangspause von fast fünf Wochen sein Comeback verschieben. Beide Lauberhorn-Abfahrten in Wengen fielen aus.