Ski alpin Gewinnerin Gerg verschenkt Sieg
Saalbach - "Das ist mein Geschenk an ihn", sagte Gerg nach dem zwölften Weltcup-Sieg ihrer Karriere, dem zweiten dieser Saison. Ihr Gatte, Nachwuchstrainer des Deutschen Skiverbandes, wurde am Freitag 32 Jahre alt. "Er ist meine große Stütze", lobte seine Frau erneut. In der zweiten Abfahrt in Saalbach am Samstag (11 Uhr) will Gerg erneut zuschlagen: "Ich freue mich drauf."
Die 26-jährige Lenggrieserin jagte in 1:21,14 Minuten über die 2448 Meter lange Rennpiste und verwies trotz eines schweren Fahrfehlers Pernilla Wiberg und Isolde Kostner auf die Plätze. Die zweitplatzierte Schwedin, vor elf Jahren Riesenslalom-Weltmeisterin, überraschte und lag lediglich zwölf Hundertstel hinter der Deutschen. Die Weltcup-Gewinnerin in der Abfahrt aus Italien war 15 Hundertstel langsamer als die wie entfesselt fahrende Hilde Gerg. "Hanni hätte jetzt gesagt, ich habe mein Zeug gemacht. Nun, ich habe mein Zeug gemacht und freue mich auf Olympia", sagte Gerg in Anspielung auf Skispringer Sven Hannawald.
Häusl verpasst erneut Olympia-Ticket
Martina Ertl und Regina Häusl dagegen sind von ihrer Bestform weit entfernt. Die schon für Olympia qualifizierte Kombinations-Weltmeisterin kam bei ihrer ersten Abfahrt der Saison als 29. mit einem Rückstand von 1,80 Sekunden auf Hilde Gerg ins Ziel. Regina Häusl, die Weltcup-Gewinnerin in der Abfahrt des Jahres 2000, verpasste als 24. mit einem Rückstand von 1,58 Sekunden erneut das Ticket für Salt Lake City. "Es ist eine Kopfsache. Skifahren tue ich gut", sagte die 23-Jährige, die sich beim Saisonfinale vor fast zwei Jahren das Bein gebrochen hatte und noch immer auf der Suche nach der alten Stärke ist.
Auch Petra Haltmayr (Rettenberg), die Super-G-Gewinnerin von Lake Louise, kam nicht in Fahrt. "Es kann nur noch besser werden", sagte die Allgäuerin nach Platz 18 mit 1,08 Sekunden Rückstand auf ihre siegreiche Teamkollegin: "Unten bin ich ein wenig schlampig gefahren, vielleicht habe ich das Wetter zu lange genossen."