Ski Alpin: Greber der schnellste Abfahrer - DER SPIEGEL
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Ski Alpin Greber der schnellste Abfahrer

Bei der Weltcup-Abfahrt im italienischen Bormio waren die Läufer aus Österreich wieder einmal ein Klasse für sich. Die deutschen Teilnehmer enttäuschten hingegen erneut.
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Bormio - Christian Greber (1:54,33 Minuten) gewann am Freitag vor seinen österreichischen Landsleuten Fritz Strobl (1:54,79) und Stephan Eberharter (1:55,01). Für den 29-jährigen Greber war es der erste Weltcupsieg seiner Karriere.

Auch ohne Superstar Hermann Maier und Weltmeister Hannes Trinkl sorgten die Fahrer aus der Alpenrepublik für den ersten österreichsichen Dreifach-Triumph in diesem Olympiawinter. Der 32-jährige Eberharter baute mit seinem dritten Rang die Führung im Abfahrts- und Gesamtweltcup weiter aus.

Max Rauffer (1:57,15) - der deutsche Abfahrer hatte im Training mit Rang zwei überrascht -, wurde mit 2,82 Sekunden Rückstand nur 33. und verfehlte erneut die Olympianorm. Stefan Stankalla (1:57,54) landete noch zwei Plätze hinter Rauffer, der sich im Oktober eine Knochenabsplitterung im Knöchel zugezogen hatte und im Wettkampf erneut gehemmt fuhr.

Olympia ohne deutsche Fahrer?

Sechs Wochen vor den Winterspielen in Salt Lake City (USA) hat sich somit noch immer kein deutscher Skirennläufer für die Olympischen Winterspiele qualifiziert. "Es ist frustrierend", sagte Cheftrainer Martin Osswald, "so schlecht waren wir zuletzt vor 20 Jahren. Wir haben in diesem Winter die Seuche. Aber nach dem Ausfall von Florian Eckert müssen wir durch dieses Tal einfach durch." Ein elfter Platz von Markus Eberle im Slalom steht als bestes Saisonresultat für den DSV zu Buche.

"Ich bin sehr, sehr enttäuscht", erklärte Rauffer, "heute hat gar nichts funktioniert. Nach dem Training habe ich mir wirklich mehr ausgerechnet." Trotzdem wollte Rauffer vor der zweiten Abfahrt in Bormio am Samstag die Winterspiele noch nicht abhaken. "Wegen Olympia mache ich mir keinen Druck. Das Wichtigste ist, dass ich meine Rücken- und Knieprobleme auskuriert habe. Ich muss mich langsam an mein altes Leistungsvermögen herantasten."