Ski-Unfall: Cavagnouds Trainer trifft offenbar Mitschuld - DER SPIEGEL
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Ski-Unfall Cavagnouds Trainer trifft offenbar Mitschuld

Die im Todesfall der französischen Ski-Weltmeisterin Régine Cavagnoud ermittelnde Staatsanwaltschaft ist zu ersten Erkenntnissen gekommen.
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Innsbruck - Der schwere Trainingsunfall, der zum Tod von Cavagnoud führte, ist nach Worten des Leitenden Innsbrucker Staatsanwaltes auf "menschliches Versagen eines der beiden verantwortlichen Trainer zurückzuführen". Heinrich Tede erklärte zudem: "Es scheint, dass die Verantwortlichen zu fahrlässig gehandelt haben und schlecht koordiniert waren."

Einen Schuldigen wollte Tede angesichts der noch laufenden Ermittlungen nicht benennen, offenbar aber trifft den Trainer von Cavagnoud nach Ansicht des Staatsanwalts zumindest eine Mitschuld: "Xavier Fournier hat den Start von Cavagnoud freigegeben. Das hätte er nicht tun dürfen." Es sei indes weiter unklar, ob die deutsche Mannschaft von der Fahrt Cavagnouds auf der Strecke am Pitztaler Gletscher durch die französische Mannschaft unterrichtet worden war. Der deutsche Alpinchef Walter Vogel hatte bereits deutlich gemacht, dies sei nicht der Fall gewesen.

Der Staatsanwalt bestätigte, dass es Filmaufnahmen des Trainings gibt, die in seine Ermittlungen einfließen würden. Die Behörde ermittelt derzeit gegen unbekannt wegen menschlichen Versagens mit Todesfolge. Nach dem österreichischen Strafgesetz kann ein Schuldiger zu einer Strafe von bis zu drei Jahren Haft ohne Bewährung verurteilt werden.