Ski-Weltcup DSV-Damen verpatzen Auftaktrennen
Sölden - Das DSV-Team mit Martina Ertl an der Spitze hat auf dem Gletscher in Sölden einen Fehlstart in den Olympia-Winter hingelegt. "Das ist ein enttäuschender Auftakt", gab Damen-Cheftrainer Wolfgang Maier nach dem ersten Riesenslalom der Saison unumwunden zu.
Vier Wochen nach ihrer Knieoperation war Kombinations-Weltmeisterin und Vorjahres-Gewinnerin Martina Ertl (Lenggries) am Samstag als 25. noch beste deutsche Skifahrerin. Petra Haltmayr (Rettenberg) rutschte lediglich auf Platz 29. Slalom-Olympiasiegerin Hilde Gerg (Lenggries) konnte sich für den zweiten Lauf erst gar nicht qualifizieren. Die WM-Dritte im Super-G von St. Anton beendete den Saisonauftakt im ewigen Eis auf dem 35. Platz. "Die Scharte würde ich am liebsten sofort wieder ausbügeln", sagte die "wilde Hilde".
Die deutschen Ski-Damen müssen sich allerdings noch etwas gedulden. Erst am 22. November gehen sie in Aspen (USA) wieder an den Start.
Siegesserie von Sonja Nef gerissen
Über 10.000 Zuschauer auf dem Rettenbachferner feierten am Samstag die Österreicherin Michaela Dorfmeister. Die Abfahrts-Weltmeisterin beendete die Siegesserie von Sonja Nef, die sechs Mal hintereinander gewonnen hatte. Die Riesenslalom-Weltmeisterin und Weltcup-Siegerin aus der Schweiz hatte vor zwölf Monaten auf dem Gletscher in Sölden letztmals ein Rennen in ihrer Spezialdisziplin verloren.
In 2:28,38 Minuten lag Dorfmeister nach den beiden Läufen 41 Hundertstelsekunden vor Sonja Nef. "Die Michi hat weniger Fehler gemacht. Sie war die Bessere", anerkannte die Schweizerin. Regine Cavagnoud, die Super-G-Weltmeisterin aus Frankreich, wurde Dritte mit einem Rückstand von 1,6 Sekunden. Martina Ertl lag 3,69 Sekunden hinter der Siegerin zurück.
"Ich bin weit hinten, aber ich weiß woran es liegt", sagte die 28-Jährige, die auch schon zwei Mal Riesenslalom-Weltmeisterin war. "Mir hat die Sicherheit gefehlt", stellte sie fest. Erst vor vier Wochen war Martina Ertl am Knie operiert worden. "Ich bin froh, dass ich überhaupt dabei war", fand sie. Cheftrainer Maier vermisste zum Auftakt die Aggressivität bei seinen Ski-Mädels: "Sie sind nicht auf Attacke gefahren."