Skiflug-WM: Fönwind verhindert Training - DER SPIEGEL
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Skiflug-WM Fönwind verhindert Training

Vor zwei Jahren in Norwegen geriet die Skiflug-WM zur Windlotterie, wobei die Naturgewalten als klare Sieger hervorgingen. Auch in diesem Jahr hat das Wetter den Veranstaltern im tschechischen Harrachov einen ersten Strich durch die Rechnung gemacht.
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Harrachov - Das erste Training für die Skiflug-Weltmeisterschaft am Teufelsberg von Harrachov ist wegen böiger Winde und starker Regenfälle am Donnerstag abgesagt worden. Walter Hofer, Renndirektor des Internationalen Skiverbandes Fis, sagte den Test wegen Windspitzen bis zu 50 Stundenkilometer bereits am Morgen komplett ab. Dafür soll am Freitag (9.30 Uhr) ein so genanntes Qualiflying mit drei Durchgängen stattfinden. Der Wetterbericht verheißt allerdings auch für Freitag starken Fönwind im Riesengebirge.

"Nur blöd herumhocken"


"Das ist schon blöd für uns, wenn wir nur rumhocken können. Aber wir machen das Beste aus der Situation", erklärte Reinhard Heß. Der Bundestrainer hat für die beiden Wettkampftage am Samstag und Sonntag Titelverteidiger Sven Hannawald, Martin Schmitt, Michael Uhrmann und Christof Duffner nominiert. Um den fünften Startplatz kämpfen am Freitag Georg Späth, Jörg Ritzerfeld und Alexander Herr.

"Wir wollen in Harrachov unseren Titel erfolgreich verteidigen. Sven und Martin springen um Gold mit", sagt Heß über die Chancen des deutschen Teams. Hannawald und Schmitt reisten im Gegensatz zum Rest des Teams erst am Donnerstag in Tschechien an. Das Duo ist von der letzten Skiflug-WM im norwegischen Vikersund Stress mit dem Wetter gewöhnt. Damals konnte am Wochenende kein Wertungsdurchgang stattfinden, Hannawald wurde erst am Montag zum Champion gekrönt.

In Harrachov werden am Wochenende insgesamt 100.000 Zuschauer erwartet. Andreas Goldbergers Weltrekord von 225 Meter scheint ungefährdet, da die Cercak-Schanze nur Weiten bis 215 Meter zulässt.