Skispringen Hocke auf dem Sprung
Kuopio - Risto Jussilainen hat am Samstag das zweite Weltcup-Skispringen der Saison im finnischen Kuopio gewonnen. Der Finne siegte nach Weiten von 127,5 und 123 Metern und 253,9 Punkten vor dem weiter im Weltcup führenden Polen Adam Malysz (252,3) und Martin Höllwarth aus Österreich (251,7).
Als bester Deutscher belegte der 18-jährige Stefan Hocke aus Oberhof nach Sprüngen auf 126 und 122,5 Meter und 250,3 Punkten den vierten Platz. Der vierfache Weltmeister Martin Schmitt aus Furtwangen wurde einen Tag nach seinem zweiten Platz zum Auftakt mit 240,7 Punkten Siebter.
Sonderlob für den Youngster
Der neue deutsche Shooting-Star Hocke zeigte sich nach seinem siebten Platz vom Freitag erneut erstaunlich abgeklärt und nervenstark und schaffte endgültig die Olympia-Norm. "An einen Olympia-Start habe ich vor dem Winter nie gedacht. Ich war schon glücklich, dass ich in die Mannschaft aufrückte. Ich habe hart gearbeitet und das Training mit den Assen hat mir sehr geholfen", jubelte der 18-jährige Thüringer Abiturient.
Martin Schmitt landete nach 127 und 117 Metern. Er haderte etwas mit seinem Absprung. "Im ersten Sprung habe ich unten zu viel Geschwindigkeit verloren. Beim zweiten war das Timing am
Schanzentisch nicht optimal. Ich bin derzeit in einer Phase, in der
ich mir alles hart erarbeiten muss", beschrieb er seine Form.
Bundestrainer Reinhard Heß bestätigte dies. "Martin hat noch nicht die optimale Absprunggestaltung gefunden. Er probiert einiges. Und das muss er auch. Unten geht ihm häufig noch die Luft aus", so Heß.
Dagegen hatte er für Hocke ein Extralob parat: "Der junge Mann kann noch nicht die Welt einreißen. Doch ziehe ich meinem Hut vor ihm, wie er sich hier präsentiert hat."