Spanien-Rundfahrt Triumph des Armstrong-Helfers
Madrid - Auf der 140,6 Kilometer langen Schlussetappe rund um Madrid verteidigte Roberto Heras am Sonntag das goldene Trikot gegen seinen Landsmann Isidro Nozal und siegte mit 28 Sekunden Vorsprung.
Heras, bei der Tour de France Edelhelfer von Lance Armstrong, hatte die Grundlage für den Gesamtsieg am Tag zuvor beim Bergzeitfahren gelegt. Auf dem mit 11,2 Kilometer relativ kurzen, aber sehr steilen Abschnitt hinauf zum Alto de Abantos nahm er Nozal 2:23 Minuten ab. Bitter für Nozal, der Spanier hatte bei der 58. Vuelta über zwei Wochen lang geführt.
"Ich habe gewusst, dass jeder Meter zählt. Aber ich musste zehn Sekunden pro Kilometer aufholen und hätte nicht geglaubt, dass das möglich ist", freute sich Heras über seinen Coup. Er hatte die Spanien-Rundfahrt bereits 2000 für sich entscheiden können.
Zabel gewinnt die Punktewertung
Telekom-Kapitän Erik Zabel sicherte sich wie im vergangenen Jahr die Punktewertung. Allerdings musste der Sprintspezialist bis kurz vor Schluss um seinen Erfolg bangen. Erst auf der Schlussetappe holte sich Zabel das an den Spanier Alejandro Valverde verlorene Punkttrikot zurück. Im abschließenden Sprint musste sich Zabel jedoch dem Italiener Alessandro Petacchi geschlagen geben, der damit seinen fünften Etappensieg bei der diesjährigen Vuelta feierte.
"Berg-König" wurde nach insgesamt 2950,2 Kilometern der kolumbianische Kletterspezialist Felix Cardenas. Die Teamwertung gewann der spanische Rennstall iBanesto. Bester Deutscher im Endklassement war Christian Werner. Der Telekom-Fahrer hatte als 27. insgesamt 1:00:48 Stunden Rückstand auf Heras.