Spanien-Rundfahrt Winokurow entgeht Doping-Kontrolle
Hamburg - Am Sonntagmorgen gegen 7.30 Uhr waren Kontrolleure des Weltverbandes UCI unangemeldet in einem Hotel bei Valencia aufgetaucht, um bei den Fahrern der Teams Astana-Würth und Rabobank die Hämatokrit-Werte zu kontrollieren. Zu diesem Zeitpunkt befanden sich Winokurow und sein Mannschaftskollege Andrej Kaschetschkin angeblich bereits auf dem Weg zum Start der 15. Etappe (10 Uhr) der Vuelta.
"Die UCI-Kommissare sind einfach zu spät im Hotel gewesen, daher darf es auch keine Sanktionen geben", erklärte Astana-Sprecher Jacinto Vidarte der dpa. Die Fahrer seien bereit, auch noch nachträglich ihre Blutproben abzugeben, wenn das von der UCI gewünscht sei.
Radprofi Winokurow: Bereits zwei Etappensiege bei der Vuelta 2006
Foto: DPAGiovanni Meraviglia, ein Kommissar der UCI, erklärte der Zeitung "El País" heute, dass es in diesen Zeiten normal sei, "dass da ein Verdacht aufkommt. Aber in diesem Falle scheint dieser unbegründet." Es sei klar, "dass Winokurow und Kaschetschkin die Kontrollen nicht umgehen wollten, sie haben sie auch nicht abgelehnt. Die Kontrolleure sind lediglich zu spät aufgetaucht - nicht mehr und nicht weniger", so Meraviglia.
UCI-Sprecher Enrico Carpani sagte, dass der Weltverband keine Sanktionen plane. Die UCI-Maßnahme sei eine "Doping-Prävention, keine Kontrolle". Es sei ein unangemeldeter Test gewesen, da könne es vorkommen, dass Fahrer nicht mehr im Quartier seien, so Carpani: "Beide sind bei dieser Vuelta schon zwei Mal kontrolliert worden und werden es voraussichtlich auch noch ein drittes Mal."
Der frühere T-Mobile-Profi Winokurow hat bei der 61. Spanien-Rundfahrt bereits zwei Etappen gewonnen und liegt im Gesamtklassement auf Platz vier. Kaschetschkin liegt auf Platz zwei des Klassements und hat 48 Sekunden Rückstand auf Spitzenreiter Alejandro Valverde (Spanien). Winokurow und Kaschetschkin, sind vom kommenden Jahr an Team-Gefährten des bisherigen T- Mobile-Kapitäns Andreas Klöden, der ab der kommenden Saison für Astana fährt.
pav/dpa