Speerwerfen Steffi Nerius überzeugt im Vorkampf
Sydney - Einen starken Eindruck hat Steffi Nerius in der Qualifikation des Speerwerfens hinterlassen. Die Leverkusenerin erzielte mit der persönlichen Bestleistung von 65,76 m die zweitgrößte Weite der Ausscheidung hinter der Kubanerin Osleydis Menendez (67,34). Tanja Damaske aus Berlin, die als zweite Starterin des Deutschen Leichtathletik-Verbandes (DLV) für den Wettbewerb vorgesehen war, hatte sich am Dienstag einen Abriss der Achillessehne zugezogen. Die deutsche Meisterin ist bereits wieder zu Hause.
Die deutsche 4 x 100-m-Staffel der Frauen qualifizierte sich in der Besetzung Gabi Rockmeier (Dortmund), Sabrina Mulrain (Duisburg), Andrea Philipp (Dortmund) und Marion Wagner (Mainz) in 42,82 Sekunden als Drittschnellste für das Halbfinale. Schneller waren nur die Quartette aus Jamaika (42,46) und von den Bahamas (42,58). Ohne Marion Jones, die in Sydney fünf Goldmedaillen gewinnen will, lief die Staffel der USA in 42,92 Sekunden als Vierte ins Halbfinale. Bei den Männern unterstrich das US-Quartett in 38,15 Sekunden seine Favoritenstellung.
Das Frauen-Quartett über 4 x 400 m hingegen hat in Sydney den Endlauf verpasst. Shanta Gosh (Rehlingen), Ulrike Urbansky (Magdeburg), Birgit Rockmeier (Dortmund) und Florence Ekpo-Umoh (Mainz) wurden in ihrem Vorlauf in 3:27,02 Minuten nur Vierte und schieden aus.
Die ursprünglich mit favorisierten deutschen Frauen hatten alle Chancen schon vor Olympia eingebüßt, als sich mit Grit Breuer (Magdeburg) und Vizeweltmeisterin Anja Rücker (Jena) die besten Viertelmeilerinnen verletzt mussten. Am Freitag kam noch Deutschlands Nummer drei, Uta Rohländer (Halle), mit Achillessehnenproblemen dazu.