Springreiten: Deutsche Equipe auf Goldkurs - DER SPIEGEL
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Springreiten Deutsche Equipe auf Goldkurs

Der Gold-Hattrick der deutschen Springreiter ist in greifbare Nähe gerückt. Nach dem Nationenpreis hat das Quartett um Ludger Beerbaum beste Chancen, die Olympiasiege von Atlanta und Sydney zu wiederholen.
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Athen - Ganze vier Fehlerpunkte leistete sich die deutsche Equipe, die schon vor dem Wettbewerb zusammen mit den USA und Frankreich als Topfavorit auf die Goldmedaille galt. Diese beiden Nationen waren vor dem Finale heute Abend (ab 19.30 Uhr MESZ) wie erwartet die härtesten Verfolger des Olympiasiegers.

Doch kurz vor Beginn des entscheidenden Durchgangs musste Weltmeister Frankreich seine Teilnahme absagen. Das Pferd Dileme de Cephe des französischen Weltcup-Gewinners Bruno Broucqsault hatte sich bereits beim ersten Ritt verletzt. Nachdem auch Eric Navet seinen angeschlagenen Dollar du Murier zurückgezogen hat, müssen die Franzosen ihre Träume vom olympischen Gold endgültig begraben.

Zwei fehlerfreie Ritte legten den Grundstein für die gute Ausgangsposition der Deutschen. Marco Kutscher, der nur als Ersatzmann für den Weltranglisten-Ersten Marcus Ehning ins Team gerückt war, behielt auf Montender ebenso eine weiße Weste wie Routinier Beerbaum mit Goldfever. Christian Ahlmann und sein Pferd Cöster leisteten sich genauso einen Abwurf wie Otto Becker und Cento, die durch eine zusätzliche Zeitstrafe schließlich das deutsche Streichergebnis lieferten.

"Das Pferd war sehr gut, ich eher mäßig", bilanzierte Doppel-Europameister Christian Ahlmann nach einer guten Runde mit einem Lapsus. Teamkollege Kutscher, der ebenso wie Ahlmann in Athen seine Olympia-Premiere erlebt, war nach dem gelungenen Auftakt hochzufrieden. "Der Druck ist schon groß. Wenn man für Deutschland bei Olympia reitet, gehört man zu den Favoriten. Ein Nuller ist immer gut", sagte der 29-Jährige.

Nationenpreis von Stürzen überschattet

In den Endkampf geht die deutsche Mannschaft mit einem denkbar kleinen Polster von nur vier Strafpunkten auf die Konkurrenz aus den USA. Berechtigte Medaillenhoffnungen hinter den Favoriten dürfen sich noch die Schweiz, Belgien und Schweden machen. Alle liegen gleichauf mit zwölf Fehlerpunkten auf Rang drei.

Überschattet wurde der Nationenpreis von zwei folgenschweren Stürzen. Zunächst verletzte sich Broucqsaults Wallach Dileme de Cephe bei einer Landung und musste in eine Spezialklinik transportiert werden. Ähnlich erging es später der Stute Who knows Lilly des Argentiniers Frederico Sztyrle. Der Wettbewerb wurde für jeweils etwa zehn Minuten unterbrochen. Eine genaue Diagnose der Verletzungen stand noch aus.