Stimmen "Es ist total geil"
Jan Ullrich:
Die Attacke hatte ich schon lange geplant. Dann war ich aber überrascht, dass Andreas so gut mitgefahren ist. Die anderen waren sich hinten nicht einig, wir Drei vorne schon. Mich freut, dass die beiden ihre Medaillen gemacht haben. Das ist blindes Verständnis. Die Goldmedaille ist gemacht, da kann ich jetzt total easy in das Zeitfahren hineingehen. Vorher werden wir sicher feiern.
Andreas Klöden:
Man muss mehr als zufrieden sein. Was will man
mehr? Wir sind total happy, es ist total geil! Wir wollten immer
vorne mit dabei sein. Als wir Drei dann vorn waren, war klar: Fahren,
fahren, fahren. Und die Rechnung ist aufgegangen. Jetzt lastet kein
Druck mehr auf uns im Zeitfahren. Ich freue mich fast mehr übers Jans
Olympiasieg als über meinen dritten Platz. Ich bin froh, ihn so gut
unterstützt zu haben.
Wolfgang Strohband (Manager von Ullrich und Klöden):
Solch einen
Triumph kann man nicht planen. Die Drei haben ein sensationelles
Rennen hingelegt. Vor allem taktisch war das eine unglaubliche
Leistung, von Jan mit seiner Attacke, aber auch von Andreas, wie der
mit Winokurow da noch hinzugestoßen ist. Damit hat sich auch der
Schritt ausgezahlt, die Vuelta nicht zu beenden und in den
Schwarzwald zu gehen. Hinterher wissen es sicher alle besser. Ich bin
noch ganz sprachlos.
Rudy Pevenage (Team Telekom):
Ich hatte Puls 180. Jan war mit mir
und Trainer Mario Kummer über Funk verbunden. Ich habe ihm das
Kommando zum Angriff gegeben.
Walter Godefroot (Telekom-Teamchef):
Das war der schönste
Touristenausflug meines Lebens - ich war ja hier nur Zuschauer. Jan
und die anderen beiden Fahrer haben eine taktische Meisterleistung
vollbracht.
Alexander Winokurow(Kasachstan/Silber):
Ullrich hat in unserer
Spitzengruppe am meisten gearbeitet. Ihm verdanke ich die erste
olympische Radmedaille für mein Land. Ich bin überglücklich.