Sven Strüver Fulminantes Finish
Johannesburg - Sven Strüver hat zu Beginn der diesjährigen Saison gleich ein Top Ten Finish einfahren können. Der 33-jährige, der die beste Runde seit Jahren spielte, benötigte am Schlusstag der Alfred Dunhill Championship 63 Schläge und verpasste damit nur um einen Schlag den am ersten Tag erzielten Platzrekord des Schotten Dean Robertson.
Dank neun Birdies auf dem Par 72-Kurs schob sich Strüver noch vom 39. auf den neunten Platz. Der gebürtige Bremer, der nur 1989 bei den German Open mit 62 Schlägen in Frankfurt/Main ein besseres Ergebnis über 18 Löcher in einer Runde erzielte hatte, benötigte insgesamt 273 Schläge (71+70+69+63) und kassierte ein Preisgeld von 32.906 Mark.
Jungprofis Adam Scott und Justin Rose am Ende vorn
Den Siegerscheck von rund 250.000 Mark bei dem mit anderthalb Millionen Mark dotierten Auftaktturnier der European Tour holte sich der Außenseiter Adam Scott aus Australien mit 267 Schlägen (67+66+65+69). Für den 20-Jährigen war es der erste Tour-Erfolg, nachdem er erst vor sieben Monaten ins Profilager gewechselt war.
Einen Schlag dahinter landete Justin Rose. Der Engländer hatte 1998 auf sich aufmerksam gemacht, als er mit 17 Jahren bei den British Open Rang vier belegt hatte. Danach wurde er Profi und verpasste bei den folgenden 21 Turnieren jeweils den Cut. Auf Rang drei meldete sich der 43-jährige Engländer Nick Faldo (269) wieder zurück. Der dreimalige Masters-Sieger hatte 1994 seinen letzten von 27-Tour-Siegen in Europa bejubeln können.
Vor fünf Jahren hatte Strüver bei Blitz und Donner den zur europäischen PGA-Tour zählenden Wettbewerb in Johannesburg sogar gewinnen können. Allerdings musste damals wegen des Unwetters schon nach drei Runden abgebrochen werden, als Strüver auch eine 63 zum Abschluss gelang und er seinen ersten von inzwischen drei Erfolgen auf der Tour feierte.
Erol Simsek fiel noch weit zurück
Erol Simsek konnte nach der tollen 67er-Auftaktrunde im ersten Turnier nach seinem Aufstieg in die höchste europäische Klasse das hohe Niveau nicht halten. Mit 288 Schlägen (67+71+74+76) rutschte der Bad Salzuflener kontinuierlich vom fünften auf den 77. Rang ab. Tour-Debütant Tobias Dier (Nürnberg) und Thomas Gögele (Semlin) waren am Cut (141) gescheitert.
Die beiden anderen deutschen Golf Profis, Bernhard Langer und Alexander Cejka, waren in Südafrika nicht am Start. Cejka pausiert noch nach der Geburt seines Kindes. Langer konzentriert sich auf die Turniere in den USA.
European Tour, Turnier in Johannesburg, Endstand nach vier Runden (Par 72)
1. Adam Scott (Australien) 267 Schläge (67+66+65+69)
2. Justin Rose (England) 268 (66+67+66+69)
3. Dean Robertson (Schottland) 269 (62+70+67+70)
3. Nick Faldo (England) 269 (68+65+68+68)
5. Anthony Wall (England) 270 (69+64+70+67)
6. Malcolm MacKenzie 271 (68+68+67+68)
7. Brian Davis (beide England) 272 (69+70+69+64)
7. Retief Goosen (Südafrika) 272 (73+68+67+64)
9. Sven Strüver (Hamburg) 273 (71+70+69+63)
77. Erol Simsek (Bad Salzuflen) 288 (67+71+74+76)