Tennis: Anke Huber nur noch ein Nervenbündel - DER SPIEGEL
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Tennis Anke Huber nur noch ein Nervenbündel

Anke Huber hat beim WTA-Turnier in Hannover die Reihe ihrer enttäuschenden Auftritte mit einer Erstrunden-Niederlage gegen die Belgierin Kim Clijsters fortgesetzt. Die 25-Jährige musste damit in ihrem fünften Match in diesem Jahr zum vierten Mal als Verliererin den Platz verlassen.
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Hannover - Die Deutschland-Premiere 2000 von Anke Huber ist missglückt. Die zurzeit beste deutsche Tennisspielerin flog beim WTA-Turnier in Hannover bereits in der ersten Runde raus. Vor knapp 4000 Zuschauern verlor die Nummer 18 der Weltrangliste am Mittwoch nach einer Berg- und Talfahrt in drei Sätzen 1:6, 7:6 (7:2), 3:6 gegen die junge Belgierin Kim Clijsters. Damit musste Anke Huber, die am Vortag bereits im Doppel gescheitert war, als letzte deutsche Teilnehmerin beim mit 535.000 Dollar dotierten Faber Grand Prix vorzeitig die Koffer packen.

"Ich konnte mein Spiel nicht durchbringen und habe niemals meinen Rhythmus gefunden. Kim hat sehr viel Druck gemacht", analysierte Anke Huber die verdiente Niederlage. Von ihren guten Vorsätzen eines Neuanfangs blieb auf dem Teppichbelag nicht viel übrig. Die blonde Badenerin fand nur selten die richtige Einstellung zu der 16-jährigen Belgierin. Die Tochter des ehemaligen belgischen Fußballprofis Leo Clijsters, die bereits im Vorjahr Anke Huber besiegt hatte, diktierte das Spiel und profitierte von zahlreichen vermeidbaren Fehlern ihrer Gegnerin.

Anke Huber konnte im ersten Satz sechs Breakbälle nicht nutzen. Im zweiten Durchgang hielt sie etwas besser mit und rettete sich mit Mühe in den Tie-Break, den sie klar dominierte. Im dritten Durchgang war dann die talentierte Belgierin, die in diesem Jahr bereits das WTA-Turnier in Hobart gewonnen hatte, erneut die Chefin auf dem Center Court. "Der erste Satz war eine klare Enttäuschung. Danach hat sich Anke taktisch etwas besser eingestellt, zum Schluss aber zu sehr auf die Rückhand ihrer Gegnerin gespielt", kommentierte Bundestrainer Markus Schur den insgesamt schwachen Auftritt seiner Fedcup-Spielerin.

"Ich hatte mir zwar mehr erhofft, aber ein Rückschlag war das nicht", bewertete Anke Huber ihr Erstrunden-Aus. Mit der Niederlage knüpfte sie aber nahtlos an die schlechten Resultate vom Jahresanfang in Australien und Paris an. Die Rückkehr zu ihrem alten Trainer und Entdecker Boris Breskvar machte sich noch nicht positiv bemerkbar. "Nach zwei, drei Wochen kann man das auch nicht erwarten", sagte Huber. Die 25-Jährige wirkte zwar äußerlich ranker und schlanker, spielerische Mängel waren aber ebenso wie fehlende Ruhe und Abgeklärtheit unübersehbar. Ihre Jahresbilanz von 1:4-Siegen drückt diese Schwächen auch in Zahlen aus.