Tennis: Keine Gnade für Boris - DER SPIEGEL
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Tennis Keine Gnade für Boris

Boris Beckers Comeback beim ATP-Turnier in Cincinnati war nur von kurzer Dauer. Zwei Jahre nach seinem Rücktritt war der 33-Jährige an der Seite von Goran Ivanisevic von seiner Bestform meilenweit entfernt.
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Cincinnati - Nicolas Kiefer und Tommy Haas im Eiltempo weiter, Boris Becker schnell raus: Das mit Spannung erwartete Comeback des ehemaligen Weltranglistenersten im Doppel beim ATP-Turnier in Cincinnati war nach nur 67 Minuten vorbei. Der 33-Jährige verlor an der Seite von Wimbledonsieger Goran Ivanisevic (Kroatien) 3:6, 2:6 gegen die an Nummer eins gesetzten Jonas Björkman/Todd Woodbridge (Schweden/Australien).

Für Becker war es der erste Auftritt seit seiner Niederlage im Wimbledon-Achtelfinale 1999 gegen Patrick Rafter. Der 33-Jährige tat sich nach der langen Abstinenz von der großen Tennis-Bühne schwer. Gleich sein erstes Aufschlagspiel gab Becker ohne Punktgewinn zum 1:3 ab. Auch im zweiten Satz verlor der Deutsche zweimal sein Service.

Haas und Kiefer eine Runde weiter

Zuvor hatten die deutschen Daviscupspieler Nicolas Kiefer und Thomas Haas ihre Auftaktspiele im Einzel gewonnen. Kiefer fertigte Titelverteidiger Thomas Enqvist (Schweden) 6:4, 6:0 ab, nur unwesentlich mehr Mühe hatte Haas beim 6:4, 6:2 gegen Chris Woodruff (USA). Kiefer trifft nun auf Todd Martin (USA), Haas spielt in der nächsten Runde gegen den topgesetzten French-Open-Sieger Gustavo Kuerten (Brasilien).

Becker, der am 15. September auch im Einzel ein Comeback beim Einladungsturnier in Verona gegen den Schweizer Roger Federer gibt, war in Ohio mit gemischten Gefühlen angetreten. "Es war komisch, erstmals seit 1995 wieder nach Cincinnati zurückzukehren", sagte Becker: "Einerseits hatte ich das Gefühl, es ist 20 Jahre her, andererseits hätte es gestern sein können. Es war so, als sei ich nie weg gewesen. Die anderen Spieler haben es mir auch leicht gemacht."