Tennis-Masters Federer entzaubert Hewitt
Key Biscayne - Federer, Nummer 12 der Setzliste, bezwang den Australier Hewitt mit 6:3, 6:4 88 Minuten lang dauerte das Filzball-Spektakel, nach dessen Ende ein überglücklicher Federer selbstzufrieden Fazit zog: "Ich habe noch nie eine Nummer eins geschlagen, das ist wirklich ein spezieller Moment für mich."
Der Siegeszug des in Basel geborenen Federer ist imponierend. Ohne Satzverlust zog er in sein erstes Masters-Finale ein. Nicht einmal ein einziges Aufschlagsspiel musste er bisher abgeben. "Dieses Jahr kann er den ganz großen Durchbruch schaffen", so Hewitt nach dem Match anerkennend, "ob es für die Top vier oder fünf reicht, dies ist eine andere Frage."
Für Schlagzeilen hatte der 1,85 Meter große Federer erstmals im vergangenen Jahr in Wimbledon gesorgt, als er Pete Sampras die erste Niederlage auf dem heiligen Rasen nach 31 Siegen hintereinander beibrachte. Nun schockte er Hewitt, der auf amerikanischen Hartplätzen 22-mal in Serie siegreich geblieben war.
Starker Rios gab verletzt auf
Endspielgegner Agassi profitierte bei seinem Halbfinalsieg im Duell zweier ehemaliger Weltranglistenersten vom Verletzungspech seines Kontrahenten Marcelo Rios. Der Chilene hatte nach einer Stunde den ersten Satz mit 9:7 im Tiebreak für sich entschieden und hielt trotz schlimmer werdender Kniebeschwerden auch in Durchgang zwei lange gut
mit. Als Agassi nach weiteren 54 Minuten seine Breakchance zum 6:4-Satzausgleich nützte, reichte Rios dem verdutzten Agassi die Hand zur Aufgabe. "Wenn ich nicht verletzt gewesen wäre", sagte der deprimierte Rios später, "hätte er mich nie schlagen können. Ich spielte viel besser als er."