Tennis-Masters: Federer triumphiert am Rothenbaum - DER SPIEGEL
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Tennis-Masters Federer triumphiert am Rothenbaum

Der Schweizer Roger Federer hat seine Position als derzeit bester Tennisspieler der Welt auch am Hamburger Rothenbaum untermauert. Im Finale gegen den als Sandplatzspezialisten bekannte Argentinier Guillermo Coria demonstrierte der Schweizer seine ganze Klasse.
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Hamburg - Mit 4:6, 6:4, 6:2 und 6:3 bezwang Federer Titelverteidiger Coria und gewann damit zum zweiten Mal nach 2002 das Masters-Turnier am Hamburger Rothenbaum. Die Nummer eins im ATP-Ranking setzte sich vor 12.100 Zuschauern nach Anlaufschwierigkeiten souverän durch und demonstrierte gegen den bislang besten Sandplatzspieler der Saison seine Extraklasse. Mit der Empfehlung aus Hamburg gilt Federer damit auch als Topfavorit in die French Open in Paris. Coria musste nach 31 Siegen in Folge seine erste Niederlage auf einem Sandplatz hinnehmen.

Bereits im Halbfinale hatte Federer bei seinem 6:0, 6:4-Erfolg über den Australier Lleyton Hewitt seine großartige Form bewiesen. Coria hatte sich mit mehr Mühe 3:6, 6:1, 6:4 gegen den Kroaten Ivan Ljubicic durchgesetzt. Federer kassierte für seinen vierten Turniersieg in diesem Jahr ein Preisgeld von 396.000 Euro. Coria musste sich mit 198.000 Euro zufrieden geben. Das Turnier war insgesamt mit 2.425.500 Euro dotiert.

"Ich bin unheimlich stolz, dass ich nach 2002 hier schon zum zweiten Mal gewonnen habe", freute sich Federer anschließend, "das ist ein Wahnsinn. Als ich das erste Mal in Hamburg war, habe ich keinen Ball ins Feld gebracht." Auch Chairman Boris Becker schwärmte nach dem Weltklasse-Finale: "Die beiden haben unglaubliches Tennis gezeigt."

Der bescheiden auftretende Federer strotzte nach einer vorzüglichen Turnierwoche schon vor dem Endspiel vor Selbstbewusstsein: "Den Roger Federer, der sich selbst stoppt, den gibt's nicht mehr so oft", hatte er nach dem fast fehlerlosen Halbfinal-Match gegen Lleyton Hewitt angekündigt.

Auch Coria konnte im ersten Vergleich der beiden Tennis-Stars Federers 15. Turniersieg nicht verhindern, obwohl es zu Beginn des Endspiels aussah, als stecke dem Favoriten noch der Besuch beim Konzert von Britney Spears in den Knochen. Federer leistete sich ungewöhnlich viele leichte Fehler, ließ sich in lange Grundlinienduelle mit dem wieselflinken Argentinier verwickeln und verlor prompt den ersten Satz. Doch dann rückte Federer die Kräfteverhältnisse im Duell der beiden Topgesetzten zurecht - letztmals hatte es diese Final-Konstellation 1987 gegeben, als sich Ivan Lendl und Miroslav Mecir gegenüber standen.