Tennis Serena Williams gewinnt US Open
New York - Serena Williams hat die US Open zum dritten Mal gewonnen. Die Amerikanerin, die bereits 1999 und 2002 triumphiert hatte, bezwang Jelena Jankovic 6:4, 7:5. Die Serbin hatte in New York erstmals das Endspiel einer Grand-Slam-Veranstaltung erreicht.
Serena Williams stand dagegen zum zwölften Mal im Endspiel bei einem der vier wichtigsten Turniere und holte ihren neunten Titel. Für den Sieg erhielt sie 1,5 Millionen Dollar Preisgeld, Jankovic bekam die Hälfte dieser Summe. Zudem ist Serena Williams nach fünf Jahren wieder die Nummer eins der Welt.
"Für mich ist das wie der Beginn einer neuen Karriere", strahlte Serena Williams. Vater Richard, der seine Tochter auch trainiert, sah es ähnlich: "Dieser Titel bedeutet Serena mehr als jeder andere, den sie bislang gewonnen hat."
Im Duell zweier kampfstarker Spielerinnen entschied die größere Kraft zugunsten der Lokalmatadorin, die auch offensiver agierte. Die Weltranglistenzweite Jankovic vergab im zweiten Durchgang gleich vier Satzbälle, drei nacheinander bei einer 5:3-Führung und 40:0, einen weiteren beim Stand von 5:4.
Anschließend ließ Serena Williams, die im Viertelfinale ihre ältere Schwester Venus ausgeschaltet hatte und in Flushing Meadows an vier gesetzt war, nichts mehr anbrennen. Sie nutzte nach gut zwei Stunden Spielzeit ihren zweiten Matchball.
"Ich hatte das Gefühl, sie im Griff zu haben", sagte Jankovic, "sie war so erschöpft am Ende des zweiten Satzes. Wenn es einen dritten Satz gegeben hätte, wäre ich wahrscheinlich als Siegerin vom Platz gegangen."
Serena Williams hatte 2002 auch als vorerst letzte Amerikanerin die US Open für sich entschieden. Titelverteidigerin war Justine Henin. Die Belgierin hatte ihre Karriere im Mai dieses Jahres beendet.
Das Finale der Männer bestreiten am Montag (23 Uhr MESZ, Liveticker SPIEGEL ONLINE) der Schweizer Roger Federer und Andy Murray. Der Schotte hatte im Halbfinale den Weltranglistenersten Rafael Nadal bezwungen. Federer konnte sich gegen den Serben Novak Djokovic durchsetzen.
Der 27-Jährige würde mit einem Sieg gegen Murray zum fünften Mal nacheinander in New York triumphieren. Wegen des Hurrikans "Hanna" mussten, neben dem Halbfinale zwischen Murray und Nadal, auch die beiden Endspiele verschoben werden. Normalerweise enden die US Open an einem Sonntag.
ach/dpa