Tennis Solide, solider, Schüttler
Cincinnati - Knapp eine Woche nach seinem Halbfinaleinzug beim Masters-Turnier in Montreal besiegte Schüttler Achtelfinale von Cincinnati US-Routinier Todd Martin mit 7:5, 3:6, 6:3 und untermauerte rund eine Woche vor Beginn der US Open seinen sechsten Platz in der Weltrangliste.
Der Australian-Open-Finalist, der in Paris und Wimbledon jeweils das Achtelfinale erreichte, ist damit ein aussichtsreicher Kandidat für die Teilnahme am Saisonfinale der besten acht Spieler, dem Masters-Cup in Houston, der im November stattfindet. Die Konstanz des Korbachers bei den großen Turnieren in dieser Saison ist beeindruckend: Bei den Masters-Turnieren von Indian Wells und Montreal war Schüttler in die Vorschlussrunde eingezogen, beim Rom-Masters immerhin ins Viertelfinale. Kein anderer Spieler auf der ATP-Tour erreichte viermal mindestens die Runde der letzten acht.
"Ich gehe auf den Platz und versuche mein bestes Tennis zu spielen. Bislang ist mir das dieses Jahr gut gelungen. Ich hoffe, diesen Lauf beibehalten zu können, so dass ich in New York gut spiele", sagte Schüttler nach seinem 45. Sieg im 66. Saisonmatch.
Im Viertelfinale von Cincinnati trifft Schüttler, den ein Hexenschuss am Vortag fast zum Rückzug vom Turnier gezwungen hätte, in der Nacht von Freitag auf Samstag auf den 20-jährigen Robby Ginepri, der den Argentinier Gaston Gaudio mit 6:1, 7:6 bezwang. Das US-Talent, das erst mit zwölf Jahren das Tennisspielen begann, gehörte bis Ende 2000 zu den weltbesten Junioren. Seinen ersten Turniersieg auf der ATP-Tour feierte der Hobby-Angler im Juli in Newport. In Cincinnati steht der junge Mann mit dem ständigen Dreitagebart zum dritten Mal in diesem Jahr nach Indian Wells und Miami im Viertelfinale eines Masters-Turniers.
Favorit auf den Sieg in Cincinnati ist Ginepris Landsmann Andy Roddick. Der 20-Jährige, der in Montreal sein erstes Master-Turnier gewann, besiegte im Achtelfinale James Blake (USA) mit 7:6, 6:2 und trifft nun auf den Argentinier Mariano Zabaleta.