Tour-Bilanz: Verlierer und Verrückte - DER SPIEGEL
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Tour-Bilanz Verlierer und Verrückte

Die 93. Tour de France ist mit der üblichen Ehrenrunde durch Paris zu Ende gegangen, zum achten Mal nacheinander hat ein Amerikaner gesiegt. Nichts Neues also? Von wegen! SPIEGEL ONLINE listet auf, was anders und wichtig war in diesem Jahr.
Von Jörg Schallenberg
Dieser Beitrag stammt aus dem SPIEGEL-Archiv. Warum ist das wichtig?

Da ging sogar Sergej Gontschar einmal aus sich heraus. Als sein T-Mobile-Team als beste Mannschaft der Tour auf den Champs Elysées geehrt wurde, reckte der Ukrainer die Faust, scherzte über das Ritual und strahlte so sehr von einem Ohr zum anderen, als hätte er soeben sein drittes Zeitfahren nacheinander gewonnen. Doch diese Tour de France, an deren "Anarchie" und "Lotteriespiel" manche Teamchefs zu verzweifeln drohten, bot sogar noch an jenem Tag Überraschungen, an dem eigentlich gar nichts mehr passieren darf. Die "Tour d' Honneur", die Ehrenrunde am letzten Tag, verbietet den Fahrern, noch große Angriffe zu starten.

An verblüffenden Angriffen fehlte es bei der "Grand Boucle", der großen Schleife, allerdings wirklich nicht. Neben dem irrsinnigen Comeback von Floyd Landis machten sich auch andere Fahrer einfach mal auf den Weg und wurden lange nicht wiedergesehen. Egal, wie heiß es war. Manch Favorit kam dagegen erst gar nicht in die Gänge, ein Seriensieger hätte lieber die Klappe gehalten und bei T-Mobile freut sich einer sogar über die Siege der Konkurrenz.