Tour-Comeback: Ullrich hofft auf Basso-Effekt - DER SPIEGEL
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Tour-Comeback Ullrich hofft auf Basso-Effekt

Trotz weiter bestehender Dopingspekulationen hat Jan Ullrich seine Radsport-Rückkehr fest im Visier. Der 32-Jährige hat das Training für die kommende Saison wieder aufgenommen und gibt sich kämpferisch.
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Hamburg - "Ich denke nicht daran, einfach kampflos aufzugeben. Ich sitze deshalb jeden Tag auf dem Rad, trainiere und tue auch etwas für die Kraft", sagte Ullrich dem Sport-Informations-Dienst (sid). Er hoffe auf einen ähnlichen Freispruch wie ihn der ebenfalls unter Dopingverdacht geratene Italiener Ivan Basso von seinem Landesverband und nationalem Olympischen Komitee mangels Beweisen erhalten hatte. Basso hat inzwischen einen Vertrag beim US-amerikanischen Discovery-Team unterschrieben, dem der siebenmalige Tour-Sieger Lance Armstrong noch als Berater zur Seite steht. Ullrich liegt eine Offerte vom zweitklassigen "Tinkoff-Credit System"-Team vor.

Der ebenfalls unmittelbar vor der diesjährigen Tour de France suspendierte Jörg Jaksche steht offenbar auch vor einem Comeback. Jaksche-Anwalt Michael Lehner ist zuversichtlich: "Ich habe Signale vom österreichischen Verband, dass gegen Jörg Jaksche kein Verfahren eröffnet wird", sagte Lehner dem sid.

Ullrich, Basso und Jakschke sollen im Rahmen der Ermittlungen gegen den Madrider Arzt Eufemiano Fuentes von den Justizbehörden in Spanien als Zeugen gehört werden. Der Mediziner gilt als einer der Drahtzieher im sogenannten spanischen Dopingskandal und soll gegen die Arzneimittelgesetze des Landes verstoßen haben.

Solange das juristische Verfahren läuft, hat Spaniens Radsportverband keinen Zugriff auf die Unterlagen. "Vorerst wird es keine Sportgerichtsbarkeit im Zusammenhang mit dem Fuentes-Prozess geben", sagte der Belgier Patrick Lefevere als Vorsitzender der internationalen Vereinigung der Team-Manager AIGCP dem sid.

pav/sid

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