Tour de France: Ullrich darf starten - DER SPIEGEL
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Tour de France Ullrich darf starten

Die Tour-Direktion hat Jan Ullrich Grünes Licht für die am Samstag beginnende 93. Tour de France gegeben. Trotz der Dopingvorwürfe spreche derzeit nichts gegen die Teilnahme des 32-Jährigen. Bereits morgen wird Ullrich zum ersten Etappenort reisen.
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Hamburg - Die Tour-Organisatoren entschieden heute, dass die Doping-Anschuldigungen gegen Ullrich zu schwach seien, um ihn von der Frankreichrundfahrt auszuschließen. "Fürs Erste gibt es für die Tour kein Problem mit Ullrich", erklärte Tour-Sprecher Philippe Soudres. Ullrich war gemeinsam mit seinem Betreuer Rudy Pevenage von der spanischen Zeitung "El País" mit dem spanischen Doping-Skandal in Verbindung gebracht worden war.

Auch T-Mobile-Teamsprecher Luuc Eisenga bestätigte, dass der 32-Jährige bei der Tour antreten kann. "Tour-Direktor Christian Prudhomme hat mir bestätigt, dass keine Maßnahmen nur aufgrund von Spekulationen getroffen werden und Jan nach derzeitigem Stand deshalb am Samstag starten kann", sagte Eisenga. Die 93. Tour beginnt am Samstag mit dem 7,1 Kilometer langen Prolog (Einzelzeitfahren) in Straßburg. Ullrich wird morgen wie vorgesehen mit dem Auto zum Tourstart reisen.

Laut der angesehenen Zeitung "El País" seien insgesamt sechs Blutkonserven gefunden worden, die auf Ullrich hindeuten könnten, die letzte mit Datum 20. Februar. Eine Zuordnung, die Teamsprecher Eisenga als "hochspekulativ" bezeichnet. Andere Belege sahen Blutübertragungen an dieselbe Person bis zum 20. Juni vor.

Ob auch Mitfavorit Alexander Winokurow (Kasachstan) und der Deutsche Jörg Jaksche starten dürfen, will der Internationale Sportgerichtshof Cas in Lausanne bis Freitag entscheiden. Es geht um die Zulassung des Rennstalls Astana-Würth, der von der Tour-Organisation (Aso) zum Rückzug aufgefordert wurde.

Cas-Sprecher Matthieu Reeb kündigte ein Schnellverfahren an, nachdem Astana die Kammer angerufen hatte. Wie üblich werden drei Cas-Richter den Fall behandeln. Die Aso kann die Mannschaft nicht ausschließen, weil alle 20 ProTour-Teams gemäß den UCI-Regeln automatisches Startrecht haben und der in den Skandal offensichtlich verwickelte Temmanager Manolo Saiz zurückgetreten ist.

pav/sid