Tour de Suisse: Lance Armstrong gewinnt Prolog - DER SPIEGEL
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Tour de Suisse Lance Armstrong gewinnt Prolog

Rund zweieinhalb Wochen vor dem Start der Tour de France präsentiert sich Jan Ullrichs großer Widersacher in sehr guter Verfassung.
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Rust - Tour-de-France-Gewinner Lance Armstrong (U.S. Postal) ist der erste Träger des Goldtrikots bei der 65. Tour de Suisse und souveräner Sieger des Prologs. Der US-Amerikaner gewann in 9:44,22 Minuten den Prolog über 7,9 Kilometer durch den Freizeitpark im badischen Rust und verwies dabei den französischen Kapitän des dänischen CSC-Rennstalls, Laurent Jalabert (9:49,36), auf Platz zwei. Auf den Plätzen drei und vier landeten Armstrongs Teamgefährten Tyler Hamilton (USA) und Wjatscheslaw Jekimow (Russland).

U.S. Postal in hervorragender Form


"Ich werde natürlich versuchen, dieses Goldene Trikot für den Spitzenreiter bis ins Ziel zu verteidigen. Wir wollen aber vor allem sehen, ob die Mannschaft auf den Saisonhöhepunkt gut vorbereitet ist", meinte Armstrong bei der Siegerehrung. Er ließ keinen Zweifel daran, dass die Titelverteidigung bei der Tour de France im Juli für ihn oberste Priorität besitzt.

Der zweifache Tour-de-France-Sieger fordert gerichtliche Schritte gegen Ex-Festina-Masseur Willy Voet, der die Sieger der Frankreich-Rundfahrt der letzten Jahre zuletzt pauschal des Dopings bezichtigt hatte. "Man muss diesen Mann vor Gericht bringen", hatte er vor dem Start der Tour de Suisse in Rust gesagt. Der ehemalige Festina-Betreuer Voet hatte zuvor behauptet, er kenne keinen ungedopten Tour-Sieger.

"Die Medien geben ihm Glaubwürdigkeit und die Möglichkeit zu reden", beklagte sich Armstrong. "Wenn er so etwas sagt, wird sein Name immer wichtiger. Dann bezahlen sie ihn dafür, dass er ein Buch schreibt, ein Interview gibt oder im Fernsehen auftritt. Voet ist darauf aus, Geld zu machen. Und das kann man nur mit solchen Aussagen", meinte der 29-jährige Texaner.

Winokurow auf Platz elf


Ohne Olympiasieger Jan Ullrich blieb das Team Telekom bei dem Einzelzeitfahren über 7,9 Kilometer im Bereich seiner Möglichkeiten. Als Teamkapitän schlug sich Sprintstar Erik Zabel in 10:40,73 Minuten achtbar, schneller waren seine Kollegen Rolf Aldag (Ahlen) und der Kasache Alexander Winokurow.

Straßenmeister Aldag wurde in 10:08 Minuten gestoppt, in ausgezeichneten 9:54,18 Minuten fuhr der Olympiazweite Winokurow auf den elften Platz. Auf Winokurow hatte Telekom-Teamdirektor Walter Godefroot schon vor dem Start gesetzt: "Unser Ziel sind ein oder zwei Etappensiege. Aber vielleicht ist ja auch im Gesamtklassement was drin."

Niermann bester Deutscher


Bester deutscher Fahrer auf dem anspruchvollen Kurs war Grischa Niermann. Der Hannoveraner vom niederländischen Rabobank-Rennstall benötigte 9:53,58 Minuten und wurde damit Achter. Im deutschen Coast-Team dominierte auf dem 17. Platz erwartungsgemäß der Schweizer Alex Zülle (9:57:47). Im Team Gerolsteiner überraschte der Allgäuer Uwe Peschel (Scheidegg) mit 9:57:58 Minuten und Rang 18.

Die zweite von zehn Etappen über insgesamt 1412,9 Kilometer ist am Mittwoch auf die Sprinter zugeschnitten. Das Teilstück führt über 178,8 Kilometer von Rust nach Basel.