Traditionsgruß beerdigt: Wimbledon knickt ein - DER SPIEGEL
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Traditionsgruß beerdigt Wimbledon knickt ein

Diese Geste gehörte zum Wimbledon-Turnier wie Erdbeeren mit Schlagsahne und der kurz geschorene grüne Rasen. Eine untertänige Geste der Tennisprofis Richtung königlicher Loge war seit jeher Pflicht. Damit ist es nun vorbei.
Dieser Beitrag stammt aus dem SPIEGEL-Archiv. Warum ist das wichtig?

London - Die Organisatoren des All England Club brechen mit einer der ältesten Traditionen des Tennisturniers in Wimbledon. Von diesem Jahr an werden die Spieler auf dem Center Court nicht mehr mit einem Diener oder einem Knicks in Richtung königliche Familie in der Royal Box grüßen müssen.

Dies gab Turnierdirektor Tim Phillips am Dienstag in London bekannt. Nur bei Königin Elisabeth, die letztmalig 1977 im Jahr ihres silbernen Thronjubiläums dem Sieg der Britin Virginia Wade beiwohnte, und dem Thronfolger Prinz Charles werde man auf dem traditionellen Gruß bestehen.

Die Neuregelung entspricht dem Wunsch des Clubpräsidenten, des Herzogs von Kent, der mit seiner Familie ständiger Begleiter des traditionsreichsten Tennisturniers der Welt ist. "Wir hatten seit einigen Jahren einen Dialog über dieses Thema und es war der Wunsch des Präsidenten, es zu beenden", sagte Phillips, "die Spieler selbst haben kein Problem mit der Tradition."