Trainingssturz Ullrich rammt Auto
Fromentine - "Mir geht es gut", sagte der 31-Jährige nach seinem Fauxpas und gab Entwarnung: "Wenn das das einzige Pech für mich bei der Tour ist, dann wird es eine gute Tour." Nach Mitteilung seines persönlichen Betreuers Rudy Pevenage zog sich Ullrich einen fünf Zentimeter langen Schnitt nahe der Halsschlagader zu. "Wenn er tiefer gewesen wäre, hätte er am Samstag nicht fahren können", sagte Pevenage.
Teamarzt Lothar Heinrich fügte hinzu: "Die Wunden wurden oberflächlich versorgt. Sie mussten nicht genäht werden. Ich glaube nicht, dass sie für Jan ein großes Handicap sein werden." Der Sturz ereignete sich beim Training, als Ullrich im Windschatten des Mannschaftswagens fuhr. Der T-Mobile-Kapitän bemerkte nicht, dass Mario Kummer das Auto wegen eines vorausfahrenden Lkw in einem Kreisverkehr scharf abbremsen musste und prallte in die Heckscheibe.
Mit dem 19 Kilometer langen Einzelzeitfahren von Fromentine nach Noirmoutier-en-l'Ile beginnt am Samstag (15.40 Uhr, Liveticker SPIEGEL ONLINE) die letzte Jagd des deutschen Radstars auf Lance Armstrong. Der sechsmalige Toursieger aus den USA wird seine Karriere nach der 92. Frankreich-Rundfahrt beeenden.
"Ich werde alles geben", kündigt Ullrich an. Ebenso wie sein texanischer Widersacher ist der T-Mobile-Kapitän die Strecke, die über eine 1000 Meter lange Seebrücke auf die kleine Atlantik-Insel Noirmoutier führt, in den vergangenen beiden Tagen mehrmals abgefahren. "Ich kenne inzwischen jeden Meter und traue mir zu, ein gutes Rennen zu fahren", zeigt sich der 31-Jährige zuversichtlich.