Trainingsunfall Radprofi Hondo von Autofahrer attackiert
Kapstadt - Nach Informationen der Tageszeitung "Cape Times" scheint dabei ein Vorsatz des Autofahrers nicht ausgeschlossen zu sein. Von Absicht sprechen auch T-Mobile-Profi Matthias Kessler und Hondos Bekannter Tony Brown. Beide waren mit Hondo auf der Paarl Vallei Road bei Somerset West 40 Kilometer östlich von Kapstadt unterwegs.
Die Radsportler behaupten, dass der etwa 65 Jahre alte Fahrer auf das Trio gewartet und Hondo dann absichtlich gerammt habe. Demgegenüber steht die Aussage des Fahrers, der bei der Polizei berichtete, von den Radprofis attackiert worden zu sein. Hondo, der früher bei Gerolsteiner und dem Team Telekom unter Vertrag stand, behielt sich rechtliche Schritte vor und ging zur Untersuchung in ein Krankenhaus.
Wenige Stunden vor dem Vorfall am Kap hatte Hondo juristisch für Aufsehen gesorgt. Der in der Schweiz lebende Radprofi reichte über seinen Anwalt Michael Lehner vor dem Kantonsgericht Waadtland Klage gegen seine vom Internationalen Sportgerichtshof Cas in Lausanne ausgesprochene zweijährige Dopingsperre ein.
Der 32-Jährige will die Sperre wegen angeblicher Formfehler beim Verfahren nicht akzeptieren und hofft auf eine Reduzierung.
In Hondos Körper war in zwei Tests bei der Murcia-Tour Anfang März 2005 das Aufputschmittel Carphedon nachgewiesen worden. Der Radprofi wurde daraufhin für zwei Jahre bis zum 31. März 2007 gesperrt. Sollte die Cas-Sperre für nichtig erklärt werden, könnte Hondo am 1. April 2006 wieder starten. Bis zu diesem Datum war er in erster Instanz vom Schweizer Sportgericht gesperrt worden. Diese Sperre hatte der CAS dann auf zwei Jahre verlängert.