Traummannschaft?: Dream-Team verspielt viel Kredit - DER SPIEGEL
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Traummannschaft? Dream-Team verspielt viel Kredit

Mit der bisher schwächsten Leistung seit dem ersten Auftritt eines Dream-Teams hat die amerikanische Basketballtraumfabrik viel Renommee verspielt.
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Die litauische Basketball-Nationalmannschaft hat am Donnerstag das amerikanische Dream-Team blamiert. Die Balten unterlagen den Multi-Millionären aus der NBA nur knapp mit 76:85. Nach dem Spiel wurde die dürftige Leistung der Amerikaner von den 8400 Zuschauern im ausverkauften Dome mit einem Pfeifkonzert quittiert.

1992 in Barcelona fegte das US-Ensemble um die Superstars Michael Jordan, Earvin "Magic" Johnson und Larry Bird seine jeweiligen Gegner mit mindestens 32 Punkten Differenz vom Platz. In Atlanta waren es noch 22. Und nun das: nur neun Punkte Vorsprung vor Litauen.

Siebzehn Minuten vor Schluss hatten die Litauer sogar mit einem Punkt 50:49 geführt. US-Headcoach Rudy Tomjanovich lief längst der Angstschweiß in Strömen am gesamten Körper entlang. Erst als Vince Carter, mit zwölf Punkten zweiterfolgreichster Werfer der Amerikaner hinter Gary Payton (14 Punkte), in der letzten Spielminute den vorentscheidenden Korb zum 83:76 erzielte, schlossen sich die Poren des Trainers. Dennoch: Ob der unrühmlichen Vorstellung seiner sagenumwobenen Übermannschaft wird sich Tomjanovich einiges an Kritik gefallen lassen müssen.

Bei den stark aufspielenden Litauern, die in Sydney auf ihre drei besten Akteure, NBA-Profis Arvidas Sabonis (Portland Trail Blazers), Zydrunas Ilgauskas (Cleveland Cavaliers) und Arturas Karnisovas, verzichten müssen, trafen Darius Songaila (16 Punkte) und Mindaugas Timinskas (15) am besten.