Tyson-Comeback "Kissenschlacht statt Boxkampf"
Ex-Champion Tyson (r., gegen Sanders): "Das hat mir Spaß gemacht"
Foto: REUTERSYoungstown - Tyson setzte sich in einem an Peinlichkeit kaum zu überbietenden Schaukampf über vier mal zwei Minuten gegen seinen früheren Sparringspartner Corey Sanders nach Punkten durch. Der Ex-Champion präsentierte sich vor 4000 Zuschauern in Youngstown, Ohio stark übergewichtig und in jeder Runde nach Luft schnappend. Seinen unterlegenen Gegner musste er mehrfach stützen, damit der nicht zu Boden ging.
"Das war eher eine Kissenschlacht als ein Boxkampf", urteilte die amerikanische Nachrichtenagentur AP vernichtend. Tyson sah das völlig anders. "Das hat mir Spaß gemacht. Ich hätte nicht gedacht, dass ich noch so zäh bin", behauptete er.
Tyson hatte seinen letzten regulären Profi-Kampf am 11. Juni 2005 gegen Kevin McBride (USA) in der sechsten Runde durch Technischen K.o. verloren. Danach hatte er seinen Rücktritt erklärt. "Ich glaube nicht, dass es sich lohnt, Geld für mich auszugeben", erklärte die einstige Box-Ikone nach dem McBride-Kampf. Horrende Schulden haben den einstigen Multi-Millionär nun aber zu der zweifelhaften Ringtour veranlasst, deren Stationen für 30 Dollar im amerikanischen TV zu verfolgen sind.
pav/dpa